BMW will Ergebniseinbruch noch in 2008 ausbügeln
Die außerordentlichen Belastungen von insgesamt 236 Mi. Euro überlagert aktuell jedenfalls noch die positive operative Entwicklung bei der BMW Group. Zwar stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent auf 13 285 Mio Euro (Vorjahr 11 951 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) sank aber um 9,3 Prozent auf 827 Mio Euro (Vj. 912 Mio Euro). Das Vorsteuerergebnis sank sogar um 24,8 Prozent auf 641 Mio Euro (Vj. 852 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich um 17 Prozent auf 487 Mio Euro(Vj. 587 Mio. Euro). Bereinigt um Sondereffekte stieg das EBIT dagegen um 16,6 Prozent auf 1063 Mio. Euro, was einer Marge von 8,0 Prozent (Vj. 7,6 Prozent) entspricht.
Im laufenden Jahr baut die BMW Group ihre Modellpalette weiter aus. So ist das BMW 1er Cabrio seit März verfügbar. Das BMW M3 Cabrio wird seit April an die Kunden ausgeliefert. Der BMW X6 ist Mitte April auf dem US-Markt eingeführt worden und wird Ende Mai auch in Europa an den Start gehen. Bei der Marke Mini wurden im ersten Quartal mit dem Mini John Cooper Works und dem Mini John Cooper Works Clubman zwei Modelle vorgestellt, die ab dem Sommer erhältlich sind. Die ersten Exemplare des im Herbst 2007 angekündigten Rolls-Royce Phantom Coupé werden zudem im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres an Kunden ausgeliefert. Im Segment Motorräder geht die Modelloffensive mit dem überarbeiteten Modell der R 1200 GS und der Variante Adventure seit Januar weiter. Im März folgten die neue F 800 GS und F 650 GS. Die neue G 450 X wird darüber hinaus im zweiten Halbjahr starten.
Die BMW Group hat in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres mehr Fahrzeuge verkauft als jemals zuvor in einem Auftaktquartal. Der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce stieg um 5,6 Prozent auf 351 787 Fahrzeuge (Vj. 333 276). Der Absatz der Marke BMW legte in den ersten drei Monaten um 2,6 Prozent auf 293 550 Automobile (Vj. 286 185) Automobile zu. Mehr als 52 Prozent Plus konnte dabei die BMW 1er Reihe verbuchen. Sogar um mehr als 78 Prozent stiegen die Auslieferungen des X5. Mini verzeichnete ein kräftiges Plus von 23,6 Prozent auf 58.054 Einheiten (Vj.: 46.978). Der Mini Clubman wurde seit seiner Markteinführung im November 2007 an fast 16 000 Kunden ausgeliefert.
Prozentual deutliche Zuwächse verbuchte auch Rolls-Royce Motor Cars. Der Absatz stieg um 61,9 Prozent auf 183 Automobile (Vj.: 113).
In Deutschland stiegen die Auslieferungen im Berichtszeitraum um 4,3 Prozent auf 65 488 Fahrzeuge (Vj.: 62.789). Auch die übrigen europäischen Märkte entwickelten sich im ersten Quartal 2008 durchweg positiv. Der absatzstärkste Markt für die BMW Group blieb trotz der Finanzkrise die USA mit 68 586 Automobilen (Vj.: 75.475). Das entspricht einem Minus von 9,1 Prozent. Im Gesamtjahr rechnet die BMW Group in den USA dennoch wegen neuer Modelle unverändert mit einem Absatzzuwachs. Wachstum verzeichnet die BMW Group in Russland (40 Prozent) und in China (42,3 Prozent).
Die Zahl der Mitarbeiter ging weltweit um 0,2 Prozent auf 106 662 (Vj. 106.855/-0,2%) zum Ende des ersten Quartals leicht zurück. Zum Jahresende 2007 hatte die BMW Group noch 107 539 Mitarbeiter. (ar/Sm)
Letzte Änderung: 29.04.2008
BMW X6 Foto: Auto-Reporter
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Ford und Aral verschenken 3000 Eco-Driving-Trainings
- Weltmesse "Reifen 2008" in Essen mit Rekordbeteiligung
- Essen an Raststätten vielen Autofahrern zu teuer
- Volkswagen schafft mehr Ausbildungsplätze
- Neuntes Rekordjahr in Folge für Suzuki


