Bosch-Umsatz ging 2009 um 16 Prozent zurück
Der Nachfrageeinbruch, der 2009 die meisten wichtigen Fahrzeugmärkte belastete, spiegelt sich in der Entwicklung des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik wider. Der Umsatz lag mit 21,7 Milliarden Euro um 18 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Allerdings ist seit Jahresmitte 2009 eine Erholung feststellbar. Dieser Trend wird sich voraussichtlich 2010 fortsetzen. Neben dem Wachstum in den asiatischen Schwellenländern China und Indien wird vor allem die Fahrzeugproduktion in Nordamerika wieder deutlich an Dynamik gewinnen. Auch für Europa wird eine Erholung erwartet. In Deutschland dürfte die Produktion für Autos und Nutzfahrzeuge trotz der auslaufenden Abwrackprämie leicht zulegen.
Den weltweiten Trend will Bosch nutzen und den Umsatz in der Kraftfahrzeugtechnik 2010 um mindestens zehn Prozent steigern. Der Unternehmensbereich muss allerdings insgesamt gut 30 Prozent wachsen, um wieder auf das Niveau von 2007 zurückzukehren. Dieses Ziel soll bis 2012 erreicht sein. Den Unternehmensbereich Industrietechnik belastet vor allem die anhaltend schwierige Lage im Maschinenbau. Der Umsatz ging um 24 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro zurück.
Den überwiegenden Teil der Unterauslastung durch den Umsatzeinbruch fing Bosch über Arbeitszeitverkürzungen ab. Derzeit sind weltweit 80 000 Mitarbeiter betroffen, davon rund 55 000 in Deutschland. Bosch trennte sich im vergangenen Jahr von wesentlichen Aktivitäten im Autoradiogeschäft sowie von den nordamerikanischen Bremsenaktivitäten. Die Zahl der Mitarbeiter ging 2009 um rund 11 000 oder vier Prozent auf 271 000 zurück. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 27.01.2010
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