Bosch will bei E-Bike-Antrieben Marktführer werden
Der Strom kommt aus dem mitgelieferten Battery Pack. Das Ladegerät an der Haushaltssteckdose ersetzt die Tankstelle, und der Bediencomputer am Lenker ist nebenbei noch ein üblicher Fahrradcomputer. Die neue Schubhilfe wird ausschließlich an Erstausrüster geliefert, ein Nachrüstsatz ist nicht geplant.
Mit einem "Fahrrad mit Hilfsmotor" vergangener Tage haben moderne Elektrofahrräder nichts mehr gemein. E-Bikes mit Bosch-Antrieb sind Hightech-Maschinen, die dem Fahrer das Treten in die Pedale nicht abnehmen, sondern erleichtern: Nur wenn Muskelkraft wirkt, steuert der Elektroantrieb auch Motorkraft bei. Wie viel, dies dosiert die Elektronik automatisch je nach Fahrerbelastung - bei einer Steigung also mehr als im Flachland - und der vom Fahrer gewählten Einstellung nach viel oder wenig Unterstützung.
Je nachdem, auf welche Stufe der Unterstützungsgrad eingestellt ist, reicht eine Akkuladung bei größtmöglicher Unterstützung für etwa 35 Kilometer Reichweite, bei kleinerer sind auch Distanzen bis 80 Kilometer zu schaffen. Wirksam ist der Bosch-Antrieb bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde, darüber tritt der E-Biker allein in die Pedale. Der Grund: Nur so bleibt das E-Bike verkehrsrechtlich ein Fahrrad und frei von Helm-, Kennzeichen- und Versicherungspflicht.
Die Drive-Unit ist beim Bosch-Konzept für die Montage in der Rahmenmitte vorgesehen. Dort wirkt sich ihr Gewicht am wenigsten und damit positiv aufs Fahrverhalten aus. Aus Sicht der Effizienz kann ein Elektroantrieb gar nicht leicht genug sein. Deshalb gehört der E-Bike-Antrieb aus Reutlingen auch zu den Leichtesten. An Qualität und Zuverlässigkeit dürfen hohe Erwartungen gestellt werden, in alle Antriebskomponenten floss die langjährige Erfahrung ein, die Bosch mit technologisch verwandten Komponenten gesammelt hat. Der Akku beispielsweise nutzt die gleiche Lithiumionen-Technik wie Bosch Mini-Akkuschrauber. (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 04.06.2010
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