Buchvorstellung: Wie Moto Guzzi zum Adler kam
Das erste Motorrad der Marke entstand 1921. Zehn Jahre später war es eine Guzzi, die als erstes nicht-englisches Motorrad die legendäre Tourist Trophy auf der Isle of Man gewann. Charakteristisch für die ersten Baujahre war die große und frei liegende Schwungscheibe, die die Vibrationen der Motoren im Zaum halten sollten. Alessandro Parodi nennt viele technische Meilensteine, die mit Moto Guzzi verbunden sind. Dazu gehören die Einführung der Hinterradfederung in den Motorradbau oder der erste Windkanal Italiens. Der Autor stellt zwischendurch auch immer wieder den Kontext zur allgemeinen Motorradentwicklung und herausragenden Konkurrenzmodellen her.
Natürlich kommen weder die ruhmreiche Renngeschichte noch die vielen Besitzerwechsel des Unternehmens zu kurz, das seit 2004 zum Piaggio-Konzern gehört. Einzelne wichtige Modelle von Moto Guzzi werden auf Doppelseiten immer wieder näher vorgestellt. Dazu zählen nicht nur die legendären Modelle California oder V 7, sondern zum Beispiel auch das 50-Kubik-Kleinkraftrad Dingo, mit dem sich die Marke in den schweren sechziger Jahren teilweise über Wasser hielt, und der Galletto von 1950, ein Roller mit Motorradfahrwerk Und wer sich fragt, wieso die aktuelle 1200er-Reisemaschine die Typenbezeichnung Norge (Norwegen) trägt, erhält in dem Buch ebenfalls Antwort und wird in das Jahr 1928 zurückgeführt.
"Moto Guzzi - Die Geschichte der Adler aus Mandello" hat 160 Seiten und kostet 34,90 Euro. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 06.04.2010
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