Chefsache: Angela Merkel will Opel helfen
Die Einladung ist eine Reaktion der Bundesregierung auf die Bitte von Opel-Chef Hand Demandt, das Unternehmen mit rund 30 000 Beschäftigten in Deutschland mit Kreditgarantien zu unterstützen. Die Muttergesellschaft General Motors (GM) sieht sich angesichts der eigenen immensen Verluste nicht in der Lage, die Liquidität der Tochtergesellschaften zu finanzieren.
Seit Tagen schon hatten Experten spekuliert, ob es nicht die beste Lösung für die deutsche GM-Tochter Opel darstellen würde, wenn sich die Rüsselsheimer auf Distanz zu Muttergesellschaft in den USA gehen. In der Tat wird die Herauslösung von Opel auf dem GM-Konzern jetzt als eine der Optionen gehandelt. Die Alternative dazu wären direkte Hilfen des Bundes.
Am Montag wird es über das angekündigte Spitzengespräch im Kanzleramt hinaus Gespräche zwischen dem Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und den Betriebsräten der Branche geben. Am Dienstag werden sich das der Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit Ländervertretern treffen, um über Bürgschaften für Opel zu sprechen.
Opel muss nach Angaben des Betriebsrates im nächsten Jahr 750 Millionen Euro einsparen. Dazu werde derzeit mit den Arbeitnehmervertretern über mögliche Kürzungen gesprochen, berichtet die Branchen-Zeitung "Automobilwoche". Mit Ergebnissen dürfe in zwei Wochen zu rechnen sein, verlautet dazu aus der Züricher Europa-Zentrale von GM. Laut IG Metall fordert das Unternehmen unter anderem eine Nullrunde, Kurzarbeit und den Wegfall der Nachtschichten. Es sei aber oberstes Ziel, die Arbeitsplätze zu erhalten und die bereits verabschiedeten Investitionen von neun Milliarden Euro durchzusetzen. (ar/Sm) Letzte Änderung: 16.11.2008
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