China Automobile Deutschland ist insolvent
Im Business-Netzwerk Xing wird CAD-Geschäftsführer Karl Schlössl noch in der Branche Automobilindustrie geführt, künftig - so ist zu lesen - wolle er sich aber Lastwagen und Reisebussen sowie Servicedienstleistungen in China widmen.
China Automobile hatte in den vergangenen beiden Jahren vor allem wegen Plagiatsvorwürfen der angebotenen Fahrzeuge für Schlagzeilen gesorgt. So hatte BMW gegen den umstrittenen Shuanghuan CEO geklagt, weil der deutsche Hersteller in dem Modell eine Designkopie seines X5 sieht. Auch der von CAD vertriebene Jonway Ufo konnte eine starke Ähnlichkeit mit dem alten Toyota RAV4 nicht verhehlen.
Die BMW-Klage hatte Erfolg: Im Mai dieses Jahres hatte das Oberlandesgericht in München ein erstinstanzliches Urteil vom Sommer 2008 bestätigt. Der deutsche Importeur wurde dazu verurteilt, den umstrittenen Geländewagen vom Markt zu nehmen. CAD-Chef Karl Schlössl hatte sich nach der Urteilsverkündung vor wenigen Wochen noch kämpferisch gezeigt - wie auch in der Vergangenheit immer wieder.
Nun hat der Geschäftsmann wohl doch den Kürzeren und die Konsequenzen gezogen. Mit 15 990 Euro für den Jonway Ufo und rund 26 000 Euro für den Shuanghuan CEO konnten die angepriesenen Fahrzeuge - aller Lederausstattung zum Trotz - auch nicht wirklich als preisgünstig gelten. (ar/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 16.07.2009
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