Chinesischer Autobauer FAW hat angeblich Interesse an Chrysler

Der größte chinesische Autohersteller FAW hat einem Zeitungsbericht zufolge Interesse an einer Übernahme des angeschlagenen Autobauers Chrysler. Angeblich sei eine hochrangige Delegation aus China in die USA gereist, um über einen Kauf der DaimlerChrysler-Tochter zu verhandeln, berichtet die "Oriental Morning Post" aus Shanghai.

FAW betreibt unter anderem Joint Ventures mit Volkswagen und Toyota und ist Chinas größter Autobauer. Das Unternehmen liebäugelt schon länger mit einer Expansion außerhalb des Heimatmarktes. Damit gehen die Spekulationen um die Zukunft Chryslers weiter. Volkswagen, Renault, Nissan, Fiat und Hyundai sind aus dem Rennen - schon tauchte gestern ein weiterer angeblicher neuer Interessent auf der Liste der Übernahmekandidaten auf. Der "Focus" hatte gemeldet, der russische Autobauer Gaz ("Wolga") sei ein möglicher Käufer. Falls General Motors - bisher als Favorit für einen Kauf gehandelt - zum Zug kommen sollte, will sich DaimlerChrysler umgekehrt am weltgrößten Autobauer beteiligen, meldete die "Financial Times Deutschland". Ein Bieterverfahren für die Chrysler Group könnte bereits in dieser Woche beginnen, teilte die "Detroit News" am Wochenende mit.

Bereits vor der Ankündigung der Option, Chrysler zu verkaufen, soll es Gespräche von DaimlerChrysler mit Apollo Management, der Blackstone Group, Carlyle Capital, Cerberus Capital Mangement und europäischen Private Equity Unternehmen gegeben haben. Für die Investoren könnte mehrere Optionen in Frage kommen: So könnte nach erfolgreicher Sanierung das Gesamtpaket veräußert werden, auch eine Zerschlagung wäre möglich. Auch ein gemeinsames Engagement mit einem Autobauer wie zum Beispiel FAW wird als möglicher Plan gehandelt. (ar/os) Letzte Änderung: 27.02.2007

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