Chrysler bereitet Abfindungs-Angebote vor
LaSorda betonte, die Lage sei derzeit nicht so Ernst wie 2001, als das Unternehmen kurz vor dem Kollaps stand. Schlankere Strukturen und 20 neue Modelle bis 2009 würden helfen, Chrysler wieder in die Gewinnzone zu bringen. Wichtig dabei sei auch, dass Modelle mit weniger Verbrauch kommen. Der Manager der DaimlerChrysler-Tochter betonte aber nochmals, dass es ohne Restrukturierungsmaßnahmen nicht möglich sei, das Unternehmen zu retten.
Die Unruhe bei den Mitarbeitern ist durchaus verständlich, hatte doch Konzernchef Dieter Zetsche immer wieder betont, dass DaimlerChrysler bei der Chrysler-Sanierung alle Optionen prüfen werde. Also auch einen möglichen Verkauf, über den seit Tagen spekuliert wird. LaSorda wies in seiner E-Mail darauf hin, dass der Konzern einen Milliardenbetrag in die Motoren-/Getriebeentwicklung investiert habe. Das beweise, dass Chrysler mehr sei als nur eine ungeliebte Tochter. Ob die Tochter im Hause bleibt oder nur die Braut für eine Hochzeit geschmückt wird, ist weiter reine Spekulation.
Aus Detroit kommen immer neue Gerüchte zum Schicksal der Chrysler Group über den großen Teich. Danach ist nun auch will der Zulieferer Magna daran interessiert, den Autohersteller mit den Marken Chrysler, Jeep und Dodge von DaimlerChrysler erwerben. Während dessen melden sich andere "Interesenten" ab. So meldet die "Detroit Free Press", Renault Nissan habe sich von der Liste der Kaufinteressenten streichen lassen. Auch Hyundai hat angeblich abgewinkt. (ar/os/Sm)
Letzte Änderung: 22.02.2007
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