Chrysler-Chef glaubt an kurzfristige Wende
"Wir sollten bis Ende des Jahres in guter Verfassung sein, das ist unser Plan", so der Manager. Chrysler generiert derzeit bis zu 70 Prozent seines Absatzes aus Pick Ups, so genannten Mini-Vans und Geländewagen. Die sind aber wegen der steigenden Spritpreise in den USA derzeit weniger gefragt, die Kunden flüchten häufig zu europäischen, koreanischen und japanischen Herstellern. Gestern war bekannt geworden, dass Chrysler mit dem chinesischen Autobauer Chery über den Bau eines Kleinwagens verhandelt, der unter dem Label der Marke Dodge in den USA vertrieben werden soll. LaSorda räumte in diesem Zusammenhang auch Verhandlungen mit Volkswagen ein. Noch in diesem Jahr sollen mehrere neue Modelle kommen. "Viele dieser Neueinführungen folgen dem Benzinspar-Trend", sagte der Chrysler-Chef.
DaimlerChrysler hatte das Absatzziel für seine US-Tochter Chrysler in der vergangenen Woche um 16 Prozent auf 705 000 Neuwagen in den letzten sechs Monaten des Jahres gesenkt. Ursprünglich waren 840 000 Einheiten anvisiert worden. Im dritten Quartal würden die Auslieferungen um fast ein Viertel auf 290 000 zurückgehen, hatte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche am 19. September auf einer Analystenkonferenz verkündet. Inzwischen räumte LaSorda ein, er habe auf den Trend zu Sprit sparenden Fahrzeugen zu langsam reagiert. Einige Fabriken von Chrysler würden deshalb bis zum Jahresende stillstehen. Entlassungen seien zunächst nicht geplant, ausschließen könne er sie aber nicht. (ar/sb)
Letzte Änderung: 26.09.2006
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