Chrysler legt eine Vollbremsung hin

Chrysler, der kleinste der drei großen US-amerikanischen Automobilhersteller, will jetzt schon beweisen, dass das Unternehmen überlebensfähig sein wird. Das amerikanische Wirtschaftsblatt"Wall Street Journal" berichtete in ihrer Online-Ausgabe am Mittwoch, 24. Dezember 2008, unter Bezug auf Informationen aus dem Management von einem drastischen Kostensenkungsprogramm.

Damit will Chrysler offenbar eine der Bedingungen des Finanzministerium für die Vergabe des Vier-Milliarden-US-Dollar-Kredits an Chrysler erfüllen. Die US-Regierung hatte der Automobilindustrie einen Kreditrahmen von 17,4 Milliarden US-Dollar zugesagt, der zurückgerufen werden kann, wenn die amerikanischen Autohersteller nicht bis März ein zukunftsfähiges Geschäftskonzept präsentieren können. Chrysler will sich, dem "Wall Street Journal" zufolge "Gesund schrumpfen".

Der Hersteller leidet aktuell mit einem Absatzeinbruch um fast 50 Prozent am stärksten unter der Talfahrt am US-Automarkt. Deswegen hat das Unternehmen auch bereits harte Einschnitte beim Personal hinter sich. Mehrheitseigner ist der Finanzinvestor Cerberus, von dem wir bereits berichteten, dass er nicht länger bereit ist, Geld in Chrysler zu investieren und sich darum bemüht, bei Chrysler auszusteigen. Knapp 20 Prozent an Chrysler gehören der Daimler AG, die sich ebenfalls um einen Ausstieg aus diesem Engagement bemüht. (ar/Sm) Letzte Änderung: 26.12.2008

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