Chrysler: Sanierungskonzept wird Mittwoch vorgestellt

Der finanziell angeschlagene Autobauer Chrysler wird am Mittwoch einen Sanierungsplan vorlegen. Wie US-Medien berichten, soll DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Auburn Hills erste Details zu den geplanten Restrukturierungen nennen. Bis zu 11 000 Arbeitsplätze sollen wegfallen, die Zusammenarbeit zwischen der Mercedes Car Group und Chrysler soll weiter intensiviert werden.

Während die Mercedes-Gruppe im vergangenen Jahr auf Rekordfahrt war, wird Chrysler mit einem Minus von mehr als einer Milliarde Euro zur Bilanz beitragen. Experten erwarten einen operativen Gewinn von rund fünf Milliarden Euro und einen Umsatz von 152 Milliarden Euro. Chrysler hat bereits begonnen, die Modellpalette zu erneuern und produziert statt der verbrauchsintensiven SUVs und Pick Ups vermehrt kleinere und sparsamere Fahrzeuge.

Zetsche hatte als Chef von Chrysler Anfang des Jahrtausends bereits den Turnaround eingeleitet und das Unternehmen wieder auf Kurs gebracht. Im Zuge der Restrukturierung baute Chrysler damals mehr als 26 000 Stellen ab. Falls weitere 11 000 Stellen wegfallen, reduziert sich die Zahl der Mitarbeiter beim drittgrößten Autobauer in den USA von 82 000 auf 71 000. (ar/sb) Letzte Änderung: 12.02.2007

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