Conti mit Arbeitsplatzgarantien für einzelne Werke
Wie das Blatt berichtet, werde im Gegenzug für Zugeständnisse der Belegschaft für die kommenden fünf Jahre auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet. Die Vereinbarungen sollen einen nur geringen Arbeitsplatzabbau vorsehen, der sozialverträglich abgewickelt werden kann. Darüber hinaus wurden den Werken zum Teil neue Produkte und Investitionen zugesagt.
So sieht der Abschluss für das Bremsenwerk von Continental Teves in Gifhorn die Streichung von 70 der rund 1500 Stellen vor. Gleichzeitig wird dort die Arbeitszeit auf 35 Stunden reduziert - mit entsprechenden Lohneinbußen. Dafür sollen dort in Zukunft auch Elektromotoren gefertigt werden. Die Vereinbarungen in anderen Werken sehen eine verlängerte Arbeitszeit sowie den Verzicht auf Teile des Weihnachts- und Urlaubsgelds oder auf andere Sonderzahlungen vor.
Der Konzern hatte im Juni angekündigt, in den zugekauften Werken von VDO, Teves und Temic 2600 der bundesweit 27 000 Stellen streichen zu wollen. Seitdem verhandeln die Arbeitnehmerseite und die Arbeitgeberseite auf Werksebene. Damit war Conti offenbar der IG Metall entgegengekommen, die eine Lösung für den Gesamtkonzern verhindern wollte.
Die Arbeitnehmervertreter auf der Gummi-Seite des Konzerns konnten bisher noch keine entsprechenden Vereinbarungen schließen. Eine Konzernsprecherin sagte der "Hannoverschen Allgemeinen", man habe auch an den Reifenstandorten Aaachen und Korbach sowie in einigen Contitech-Werken Ergänzungstarifverträge geschlossen. Die sehen im Gegenzug zu den Zugeständnissen der Belegschaft zwar Investitionszusagen vor, aber keine Arbeitsplatzfgarantien. Der Gesamtbetriebsrat der Gummisparte sieht das als Schieflage im Konzern. (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 18.12.2009
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