Continental geht gegen Plagiate vor

Der Automobilzulieferer Continental warnt erneut vor gefälschten Continental-Produkten insbesondere aus dem asiatischen Raumund geht weiter gegen Produktpiraterie vor. Der Konzern hat mit Erfolg verhindert, dass in China produzierte Lkw-Reifen mit illegal kopiertem Continental-Profil in Deutschland vertrieben werden.

Wie das Unternehmen mitteilte, wurden Nachbauten des Lkw-Reifens HSR 1 unter dem Namen Goodride CR 976 A von verschiedenen Reifenhändlern in Deutschland auf den Markt gebracht. Zwar wurde der Reifen nicht 100-prozentig kopiert, doch war das spezifische Continental-Profil zu erkennen, das patenrechtlich geschützt ist.

Der Geschäftsbereich Aftermarket der Division Automotive Systems mit seiner Handelsmarke ATE ist ebenfalls stark von Produkt- und Markenschutzverletzungen betroffen. Imitierte Scheibenbremsbeläge wurden in einem ATE-ähnlichen Design sichergestellt. Ein verfremdetes Logo sowie falsche Angaben auf der Produktverpackung täuschten die Echtheit des Plagiats vor und ließen den Kunden im Glauben, ein qualitativ hochwertiges Produkt der renommierten Marke zu erwerben. Auch der unerlaubte Vertrieb der Bremsscheibe ATE PowerDisc durch betriebsfremde Personen wurde entdeckt. Ein neues Produkt- und Markenschutzkonzept soll künftig vor weiterer Produktpiraterie schützen.

Bereits im August war Continental gerichtlich gegen einen taiwanesischen Händler und einen Generalimporteur vorgegangen, die zu Schadenersatzzahlungen in Höhe des Marktwertes der Originalware verpflichtet wurden. Vorausgegangen war die Beschlagnahmung von rund 4500 gefälschten Keilrippenriemen sowie rund 13 000 nachgeahmten Leerverpackungen im ContiTech-Design.

"Imitierte Produkte suggerieren dem Kunden Qualitäts- und Sicherheitsstandards, dem das Produkt im Einsatz nicht gerecht werden kann. Plagiate weisen nicht die gleiche Material- und Verarbeitungsqualität auf wie Originalprodukte und können damit sehr schnell zu einem Sicherheitsrisiko werden", betont Vorstandsvorsitzender Manfred Wennemer. Um die Gefahr der Produktpiraterie zu minimieren, würden bestimmte Produkte von Continental nicht "in kritischen Regionen" hergestellt oder entwickelt.

Experten schätzen, dass der durch Produktpiraterie verursachte Schaden allein in Deutschland jährlich auf rund 25 Milliarden Euro beläuft. (ar/jri) Letzte Änderung: 07.11.2007









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