Continental lehnt Übernahmeangebot erneut ab und sucht das Gespräch
Der von der Schaeffler KG angebotene Preis je Aktie sei nicht angemessen, heißt es in einer Pressemitteilung der Conti. Das Angebot der Bieterin entspriche lediglich dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis, der nicht das langfristige Wertpotenzial der Gesellschaft reflektiert. Außerdem drohten beim Vollzug der Übernahme drohen zudem Steuernachteile und erhöhte Refinanzierungskosten. Darüber haus seien die wirtschaftlichen Vorteile eines Zusammengehens mit der Schaeffler Gruppe aus Sicht der Continental-Gruppe auf einen überschaubaren Bereich begrenzt. Synergiepotenziale ließen sich vor allem bei der Getriebefertigung und zukünftig im Bereich der Hybrid-Technologie erschließen. In diesen Bereichen bestünden bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt Entwicklungspartnerschaften mit anderen Unternehmen.
Continental will jetzt möglichst schnell zu einer Lösung im Sinne des Unternehmens kommen, stellen Aufsichtsrat und Vorstand in ihrem gemeinsamen Statement fest. Der Vorstand soll "mit voller Rückendeckung des Aufsichtsrates" kurzfristig weitere Verhandlungen ohne jegliche Vorbedingung anstreben. Daneben prüft der Vorstand mit Unterstützung des Aufsichtsrats weiterhin alle Handlungsoptionen.
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet unterdessen, die Schaeffler-Gruppe sei bereit, das Angebot auf 75 Euro je Aktie aufzustocken. Bisher hatte das freiwillige öffentliche Angebot das fränkischen Unternehmens bei 7012 Euro gelegen.
Die Schaeffler Gruppe begrüßt die Entscheidung der Continental AG, die Verhandlungen über eine Einigung zügig weiter zu führen. Schaeffler sei sehr zuversichtlich, dass die Verhandlungen zu einem guten Ergebnis führen werden. "Wir streben ebenfalls eine möglichst schnelle Einigung im Interesse beider Unternehmen an", sagte Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe. (ar/Sm).
Letzte Änderung: 13.08.2008
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