Continental will Teile von Siemens VDO übernehmen

Siemens will Teile seiner Automobilzuliefer-Sparte VDO verkaufen oder einen Börsengang anstreben. Als potenzieller Interessent steht bereits der Hannoversche Continental-Konzern bereit. Nachdem Siemens-Chef gestern auf der Hauptversammlung signalisiert hat, dass Teile der Sparte möglicherweise veräußert werden, bestätigte Conti der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" ein reges Interesse an Siemens VDO.



Siemens VDO gehört mit rund zehn Milliarden Euro Umsatz zu den größten deutschen Zulieferern, Continental rangiert mit mehr als 15 Milliarden noch weiter oben. VDO beschäftigt weltweit 53 000 Mitarbeiter und trug 2005 mit 669 Millionen Euro zum Betriebsgewinn bei. Jetzt will Kleinert mindestens 25 Prozent der Anteile verkaufen, was mehrere Milliarden Euro in die Konzernkassen spülen könnte.

Auch für Continental wäre eine Übernahme interessant, würde doch damit die Sparte "Automotive Systems" entscheidend weiter wachsen und das Produktpotfolio erweitern. Conti-Chef Manfred Wennemer hatte in den vergangenen Monaten immer wieder betont, die prall gefüllten Kassen für weiteres Wachstum zu verwenden und dafür bis zu vier Milliarden Euro als mögliche Summe genannt. Ob er jedoch eine Rolle als Minderheiten-Teilhaber akzeptieren würde, ist fraglich. (ar/sb) Letzte Änderung: 26.01.2007









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