Cordes soll MAN und Scania führen
Cordes hatte immerhin die Nutzfahrzeugsparte von DaimlerChrysler aus der Krise geführt, wäre also kein Novize im Lkw-Geschäft. Bisher galt MAN-Chef Hakan Samuelsson im Fall einer Fusion mit dem schwedischen Konkurrenten Scania als Favorit auf den Vorstandsposten in einem neu geschaffenen Unternehmen. Auch seinem Pendant bei Scania, Leif Östling, wurden Chancen eingeräumt. Die Unternehmen kommentierten die Spekulationen bisher nicht.
Neu im Gespräch für den Posten ist auch Stephan Schaller, der im Januar die Leitung der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen übernehmen soll. Er gilt nicht nur als Vertrauter von VW-Chef Bernd Pischetrieder, sondern könnte auch die Interessen der Wolfsburger wirkungsvoll vertreten. Volkswagen ist mit 25 Prozent an MAN beteiligt, das wiederum 14,54 Prozent der Stimmrechte und 11,63 Prozent des Aktienkapitals an Scania hält. Wolfsburg hatte darauf gedrängt, dass sich beide Unternehmen bis Mitte November einigen. Doch so lange der schwedische Investor AB seine Beteiligung von 10,8 Prozent des Kapitals und 19,3 Prozent der Stimmrechte nicht an MAN abgibt, ist eine Lösung nicht in Sicht. Scania selbst nannte das Angebot von MAN von etwa elf Milliarden Euro zu niedrig. (ar/sb) Letzte Änderung: 02.11.2006
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