Daimler setzte 2009 ein Fünftel weniger Busse ab
Weltweit ging der Markt im vergangenen Jahr um 11 Prozent zurück, in Westeuropa um 5 Prozent. im Jahr 2008. Die Nachfrage in Lateinamerika und Mexiko ist um 20 Prozent bzw. 50 Prozent zurückgegangen. Dagegen zeigten sich der nordamerikanische und asiatische Markt ähnlich stabil wie der westeuropäische Markt. In den USA, Kanada und Asien konnte Daimler den Absatz von Omnibussen entgegen der Marktentwicklung steigern und Marktanteile hinzugewinnen. Mit einem globalen Marktanteil von 13 Prozent blieb das Unternehmen Weltmarktführer in der Klasse über acht Tonnen.
Sowohl beim Absatz als auch bei der Profitabilität. war Daimler 2009 nach Angaben von Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses, der profitabelste Bushersteller und eines der erfolgreichsten Automobilunternehmen Das EbIT lag mit 183 Millionen Euro unter dem Ergebnis im Rekordjahr 2008 (406 Mio. Euro). Der Return on Sales (RoS) war mit 4,3% deutlich positiv.
Für 2010 hat sich Daimler vorgenommen, doppelt so schnell zu wachsen wie der Markt. Die Produktionskapazitäten in den Kernmärkten Brasilien und damit Lateinamerika sowie in der Türkei wurden 2009 erhöht, um nach der Krise von der steigenden Nachfrage nach Bussen partizipieren zu können.
Neben den traditionellen Absatzmärkten will Daimler auch vom Wachstumspotenzial der aufstrebenden Märkte profitieren. Große Wachstumschancen sieht der Konzern mittelfristig in Russland, Indien und China. Zum Eintritt in den russischen Markt hat Daimler Ende 2009 zusammen mit Mercedes-Benz-Lkw ein Joint Venture mit Russlands führendem Lkw-Hersteller Kamaz gegründet. Über "Mercedes-Benz Trucks Vostok" nutzt Daimler Buses das bestehende Vertriebsnetz von Kamaz, um Mercedes-Benz- und Setra Busse in Russland zu verkaufen.
In Indien ist Daimler Buses bereits 2008 eine Partnerschaft mit dem dortigen Hersteller Sutlej eingegangen. Nach positiven Rückmeldungen aus Kundenfahrerprobungen wurde Anfang 2010 ein neuer dreiachsiger Reisebus für den indischen Markt vorgestellt. Mittelfristig soll das Engagement in Indien mit der Lieferung von Stadtbussen in diesen wichtigen Zukunftsmarkt weiter ausgebaut werden. In China besteht bereits seit 1993 eine Kooperation mit dem chinesischen Anbieter Ankai, der in Lizenzfertigung Busse der Marke Setra für den chinesischen Markt produziert. Zukünftig soll ein weiteres Modell aus dem Reisebussegment in Lizenz für China gefertigt und vertrieben werden. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 17.03.2010
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