Daimler und Uzavtosanoat gründen Bus-Joint Venture in Usbekistan
Vertragsunterzeichnung (im Vordergund von links): Ulugbek Rozukulov, Deputy Prime Minister von Usbekistan und Chairman Uzavtosanoat, Daimler-Lkw-Chef Andreas Renschler und Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses.
Die Mercedes-Benz Buses Central Asia GmbH hält eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 51 Prozent am neu gegründeten Unternehmene, die usbekische Automobilholding Uzavtosanoat die übrigen 49 Prozent. Insgesamt werden 8 Millionen US-Dollar (ca. 6,3 Millionen Euro) als Eigenkapital eingebracht.
Uzavtosanoat stellt die Produktionsgebäude zur Verfügung, und Daimler liefert die Mercedes-Benz-Fahrgestelle, während die Aufbauten in Zusammenarbeit mit Manufacturing Commercial Vehicles (MCV), dem langjährigen Partner von Mercedes-Benz, gefertigt werden.
Wenn die Produktion komplett angelaufen ist, können mindestens 600 Busse pro Jahr hergestellt werden mit der Möglichkeit, die Stückzahlen sukessive zu erhöhen. Die ersten Fahrzeuge sollen im September 2010 ausgeliefert werden. Die lokal hergestellte Produktpalette umfasst sowohl Luxusreisebusse und Überlandbusse als auch Low-Entry-Stadt- sowie Midibusse, die unter dem Markennamen "Mercedes-Benz" verkauft werden. Alle Busse erfüllen die seit Januar 2010 in Usbekistan geltende Euro-3-Norm.
Daimler hat bis heute rund 1000 Busse in die usbekische Hauptstadt Taschkent verkauft. Alle Stadtbusse über 8 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht waren in den vergangenen Jahren Mercedes-Benz Conecto, womit die Marke bei Stadtbussen über 12 Metern Länge eine hundertprozentige Marktabdeckung hat.
In der usbekischen Hauptstadt läuft die größte und modernste Busflotte in Zentralasien auf einem sehr gut ausgebauten Straßennetz. Die bestehende Flotte der Mercedes-Benz-Stadtbusse des Typs 0405 wird nach und nach durch den Conecto ersetzt. Darüber hinaus verfügt Taschkent als einzige Stadt in Zentralasien über eine Untergrundbahn. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 07.05.2010
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Nachfrage nach Nutzfahrzeugen steigt
- Dekra bietet jungen Autofahrern kostenlosen Sicherheitscheck an
- ADAC vom Elektro-Gipfel enttäuscht
- VDIK: Effizienzklassen nur europaweit sinnvoll
- Schweizer Valora AG bestellt 53 Ford Focus und Kuga


