DaimlerChrysler macht 5,5 Milliarden Gewinn
Der Konzern-Jahresüberschuss stieg um 0,4 auf 3,2 (i. V. 2,8) Milliarden Euro. DaimlerChrysler hat im Jahr 2006 insgesamt 4,7 (i. V. 4,8) Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Der Konzernumsatz des Unternehmens stieg im Berichtsjahr um Prozent ein auf 151,6 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Veränderungen im Konsolidierungskreis war ein Anstieg um zwei Prozent zu verzeichnen.
Die Umsetzung des neuen Managementmodells verläuft planmäßig. Bis Ende Januar 2007 hatten weltweit rund 2000 Mitarbeiter Verträge über ihr Ausscheiden aus dem Unternehmen unterzeichnet bzw. sind bereits ausgeschieden. Der für die Umsetzung des Programms in den Jahren 2006 bis 2008 anfallende Gesamtaufwand wird voraussichtlich insgesamt in der Größenordnung von zwei Milliarden Euro liegen. Davon sind 393 Millionen Euro im Jahr 2006 angefallen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erreichten 2006 5,3 (i. V. 5,6) Milliarden Euro. Im Planungszeitraum 2007 bis 2009 wird das Unternehmen voraussichtlich 17,5 Milliarden Euro für Sachinvestitionen aufwenden sowie 16,2 Milliarden Euro für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten einsetzen.
Das Geschäftsfeld Mercedes Car Group, das die Marken Mercedes-Benz, Maybach, Smart sowie Mercedes-Benz AMG und Mercedes-Benz McLaren umfasst, hat im Berichtsjahr 1 251 800 (i. V. 1 216 800) Fahrzeuge abgesetzt. Der Umsatz lag mit 54,6 Milliarden Euro um neun Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Operating Profit von 2,42 Milliarden Euro, verglichen mit einem Verlust von 505 Millionen Euro im Vorjahr. Die Marke Mercedes-Benz konnte den Absatz im Berichtsjahr um fünf Prozent auf 1 149 100 Fahrzeuge steigern. Die Marke Smart hat im Berichtsjahr 102 700 (i. V. 124 300) Fahrzeuge abgesetzt.
Weltweit hat die Chrysler Group im Berichtsjahr 2,7 (i. V. 2,8) Millionen Personenwagen, Sports Tourer, Minivans, Geländewagen und leichte Nutzfahrzeuge der Marken Chrysler, Jeep und Dodge an die Händler ausgeliefert. Die Verkäufe an Kunden verringerten sich weltweit um fünf Prozent. Die Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2006 einen operativen Verlust von 1,12 Milliarden Euro nach einem Operating Profit von 1,53 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang resultierte im Wesentlichen aus einer negativen Nettopreisentwicklung, einer ungünstigeren Produkt- und Absatzstruktur und geringeren Fahrzeugauslieferungen in den USA. Diese Entwicklungen spiegeln das weiterhin schwierige Marktumfeld in den USA im abgelaufenen Geschäftsjahr wider. Dieses war geprägt durch den Rückgang des Marktvolumens, eine Nachfrageverschiebung hin zu kleineren, verbrauchsgünstigeren Fahrzeugen infolge der höheren Benzinpreise sowie durch die Auswirkungen eines höheren Zinsniveaus. Diese negativen Einflüsse konnten teilweise durch den Markterfolg der neuen Produkte, die überwiegend in der Jahreshälfte in den Märkten eingeführt wurden, ausgeglichen werden. Einige dieser Fahrzeuge tragen der Nachfrageverschiebung hin zu kleineren Fahrzeugen Rechnung, was zu einem positiven Ergebnisbeitrag im vierten Quartal 2006 führte.
Die Truck Group hat im Jahr 2006 an die erfolgreiche Entwicklung des Vorjahres angeknüpft. Der Absatz konnte um ein Prozent auf die neue Bestmarke von 537 000 Fahrzeugen gesteigert werden. Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 32,0 Milliarden Euro zu. Die Truck Group erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006 einen Operating Profit von 2,02 (i. V. 1.61) Milliarden Euro. Der Operating Profit des Vorjahres enthielt einen Sonderertrag von 276 Millionen Euro aus der Einigung mit der Mitsubishi Motors Corporation im Zusammenhang mit den Aufwendungen für Qualitätsmaßnahmen und Rückrufaktionen bei der Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation.
Das Geschäftsfeld Financial Services steigerte den Operating Profit im abgelaufenen Jahr deutlich von 1,47 auf 1,71 Milliarden Euro und erreichte damit das fünfte Rekordjahr in Folge. Zum Ergebniswachstum haben das gestiegene Neugeschäft und weitere Effizienzsteigerungen beigetragen, wodurch Belastungen aus dem höheren Zinsniveau und gestiegenen Risikokosten mehr als ausgeglichen werden konnten. Die Geschäftsentwicklung von Toll Collect hat sich ebenfalls positiv auf die Entwicklung des Operating Profit ausgewirkt.
Im Rahmen des neuen Managementmodells wurde entschieden, die Transporter- und Busaktivitäten, die bis zum Jahr 2005 Teil des Geschäftsfelds Nutzfahrzeuge waren, als eigenständige Geschäfte direkt zu führen. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Umsetzung des neuen Managementmodells die zentrale Konzernforschung und die Entwicklungsbereiche der Mercedes Car Group zusammengefasst; beide werden deshalb künftig bei der Mercedes Car Group berichtet. Der Operating Profit des Segments Van, Bus, Other lag im Jahr 2006 bei 913 (i. V. 1.091) Millionen Euro; darin enthalten sind Aufwendungen von 393 Millionen Euro für die Umsetzung des neuen Managementmodells, die überwiegend für Personalanpassungen in den Verwaltungsbereichen des DaimlerChrysler-Konzerns anfielen. Erträge entstanden im Jahr 2006 durch die Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Immobilien (133 Millionen Euro) und den Abgang des Off-Highway-Geschäfts (248 Millionen Euro).
Die EADS trug mit 649 Millionen Euro zum Operating Profit des Segments bei und lag damit unter dem Vorjahresergebnis von 757 Millionen Euro.
Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder erwartet DaimlerChrysler für den Konzern, dass der Absatz im Jahr 2007 insgesamt leicht ansteigen wird. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2007 in der Größenordnung des Vorjahres liegen wird. (ar/os) Letzte Änderung: 14.02.2007
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