DaimlerChrysler-Nfz: Mehr Rendite und neues Vertriebsnetz

Der Pkw- und Nutzfahrzeug-Hersteller DaimlerChrysler will die Profitabilität in den kommenden Jahren steigern und sein Vertriebsnetz umstrukturieren. Wie Nutzfahrzeugchef Andreas Renschler auf der IAA Nutzfahrzeuge sagte, solle eine weltweite Gleichteilestrategie den Ertrag steigern. Der Vertrieb solle verstärkt direkt an den Produktionsstandorten erfolgen und vom Pkw-Verkauf getrennt werden. Die Händler reagierten mit Kritik, weil ihnen ein Vertriebszweig entgehen würde.

Renschler sagte, die Nutzfahrzeugsparte wolle trotz der erwarteten nachlassenden Nachfrage ein RONA (Return on Net Asset) von elf Prozent vor Steuern erreichen. Bisher habe man durch die Gleichteilestrategie Ersparnisse in Höhe von 300 Millionen Euro erbracht, die aber wegen unterschiedlicher Schadstoffgrenzen und die dafür nötigen Anpassungen wieder reinvestiert werden müssten. Zum Händlernetz führte er weiter aus, die Kosten dafür bleiben überschaubar, weil die Händler selbst investieren würden.

Der Absatz der DaimlerChrysler Truck Group lag mit 257 900 Einheiten im ersten Halbjahr 2006 leicht unter dem hohen Vorjahresniveau (263 600). Der Umsatz stieg dagegen von 14,9 Milliarden Euro auf 15,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis im ersten Halbjahr lag mit 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau, bedingt durch die Fuso-Ausgleichszahlungen der Mitsubishi Motors Corporation in Höhe von 276 Millionen Euro im ersten Quartal 2005. Der verbesserte Modell-Mix und die im Rahmen des Global Excellence Programms umgesetzten Effizienzmaßnahmen hätten im zweiten Quartal 2006 jedoch zu einem deutlichen Ergebnisanstieg beigetragen (+34 Prozent), teilte das Unternehmen heute mit. (ar/sb) Letzte Änderung: 19.09.2006









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