DaimlerChrysler stellt Notbremsassistenten vor
Das Assistenzsystem Active Brake Assist (Notbrems-Assistent) basiert auf dem vorhandenen Radarsystem der Telligent-Abstandsregelung. Sie kommt bereits seit Jahren für automatische Anpassungsbremsungen zum Einsatz. Mit ihr wird der notwendige Abstand bei Fahrten auf Autobahnen und Fernstraßen automatisch eingehalten. Der Active Brake Assist geht einen großen Schritt weiter. Bei der akuten Gefahr eines Auffahrunfalls auf ein langsamer vorausfahrendes Fahrzeug löst er automatisch eine Vollbremsung aus. Er nutzt zu diesem Zweck die Radarsensoren der Abstandsregelung, die innerhalb eines Bereichs von 7-150 m in der Fahrspur vor dem Lkw fahrende Hindernisse in einer Breite von drei Grad erkennen und fortlaufend die Differenz-Geschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug ermitteln.
Ist bei unverändert beibehaltener Verkehrssituation ein Unfall unvermeidlich, wird der Fahrer zunächst optisch durch ein rot aufleuchtendes Dreieck sowie auch akustisch gewarnt. Bei Verschärfung der Kollisionsgefahr kommt eine Teilbremsung mit einer Bremsleistung von 30 Prozent hinzu. Reagiert der Fahrer nicht, leitet das System danach selbstständig eine Vollbremsung ein.
Der Notbremsassistent im Schwer-Lkw Actros markiert den vorläufigen Höhepunkt der Entwicklung neuer Sicherheitssysteme durch die Ingenieure von Mercedes-Benz. Für die nahe Zukunft sind weitere Sicherheitssysteme in Vorbereitung. Auch liegt es auf der Hand, dass der Active Brake Assist in einem nächsten Schritt Eingang in andere Fahrzeuge des Herstellers finden wird, etwa in Reise-Omnibusse. (ar/nic) Letzte Änderung: 06.09.2006
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