Dank neuer EU-Länder: Pkw-Absatz in Europa stabil

Der Pkw-Absatz in Europa ist relativ stabil. Im ersten Halbjahr verkauften die Hersteller 8,5 Millionen Fahrzeuge und damit nur 0,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Vor allem durch die boomenden Märkte in Osteuropa wurde die leicht rückläufige Nachfrage in Westeuropa weitgehend ausgeglichen. Die deutschen Marken konnten durch den Export die schwache Inlandsnachfrage auffangen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Sie bauten ihren Marktanteil um einen halben Prozentpunkt aus und erreichten annähernd 47 Prozent.

Während die Neuzulassungen in Westeuropa um ein Prozent nachgaben, stieg die Nachfrage in den neuen EU-Ländern um 15 Prozent. Im Juni wurden in Europa mit über 1,5 Millionen Pkw knapp ein Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresmonat. Der Absatz sank in den westlichen Ländern um 0,6 Prozent, kletterte im Osten aber um 21 Prozent.

Wachstumsraten von zwei und acht Prozent verzeichneten im Juni Großbritannien und Italien. Italien profitiert seit Monaten von Verschrottungsprämien und Steuerbefreiung für neu gekaufte Euro 4-Fahrzeuge. Die heimischen Hersteller bauten hier ihren Marktanteil um einen Prozentpunkt auf 32 Prozent aus. In Großbritannien legten die deutschen Hersteller um vier Prozent zu und steigerten ihren Marktanteil um einen Prozentpunkt auf über 41 Prozent. In Frankreich wuchs er auf über 28 Prozent bei sinkender Gesamtnachfrage (- drei Prozent). Betroffen sind vor allem die heimischen Hersteller, während die ausländischen Marken ihre Absatzzahlen um drei Prozent steigerten. Der spanische Automarkt lag im Juni zwei Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich für das erste Halbjahr in Osteuropa, wo Wachstumsmärkte wie Polen (+ 25 Prozent), Rumänien (+ 29 Prozent) und vor allem die baltischen Staaten mit über 40 Prozent Steigerung für einen Gesamtabsatz von 575 000 Fahrzeugen sorgten. Dies sind 15 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006. In Ungarn gab der Markt allerdings um zwölf Prozent nach. Der Grund sind Steuer- und Zinserhöhungen. (ar/jri) Letzte Änderung: 13.07.2007









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