Delphi streicht 70 Prozent der Stellen in der Produktion

Der unter Gläubigerschutz stehende Automobilzulieferer Delphi will in der Produktion 70 Prozent der insgesamt 27 500 Stellen streichen. Wie das Unternehmen heute mitteilte, müssen 20 100 Beschäftigte die ehemalige General-Motors-Teilesparte verlassen. Weitere 5000 Mitarbeiter sollen binnen eines Jahres zu GM zurückkehren. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten Abfindungen in Höhe von bis zu 140 000 Dollar. Sie sollen teilweise durch neue, schlechter bezahlte Kräfte ersetzt werden.



Delphi hat weltweit etwa 180 000 Beschäftigte, davon 50 000 in Europa. Im ersten Halbjahr 2006 machte das Unternehmen 2,6 Milliarden Dollar Verlust. Deshalb will der Zulieferer 21 seiner insgesamt 29 US-Werke schließen und sich künftig auf die Bereiche Fahrzeugelektronik, Sicherheitssysteme, Heizung und Klimaanlagen konzentrieren.

Neue Erträge soll vor allem das Europa-Geschäft bringen. Bisher machte dieser Bereich von Delphi lediglich etwa 20 Prozent am Gesamtumsatz aus. Diesen Anteil will die ehemalige General Motors-Teilesparte mittelfristig auf mindestens ein Drittel auf zehn Milliarden Dollar steigern. Der neue Europa-Chef Guy Hachey zeigte sich kürzlich optimistisch, dass der Zulieferer im Sommer 2007 wieder aus der Insolvenzverwaltung entlassen werden könne. (ar/sb)
Letzte Änderung: 27.09.2006









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