Der Diesel in Japan: Auch eine Erfolgstory
In der Tat hat der Dieselmotor in Japan einen beeindruckenden Start hingelegt. Die Stückzahlen wuchsen seit der Einführung des schwefelarmen Diesels im Jahr 2006 gleich um viele Hundert Prozent auf rund 1500 pro Jahr. Vorher waren es jeweils nur eine Hand voll. Aber in diesem Jahr setzt sich der Trend so fort, dass auch die große US-Marktbeobachtungsorganisation J.D. Power die Prognose von fünf Prozent auf die besagten zwölf Prozent in 2015 angehoben hat.
Auch im Gespräch auf der Messe in Tokio wird klar: Die Japaner und ihre Medienmacher haben ihre Berührungsängste gegenüber dem Diesel überwunden. Sah man den Selbstzünder im Land der aufgehenden Sonne bisher nur als Notwendigkeit für den Erfolg der eigenen Industrie auf Exportmärkten wie Europa, haben Hersteller wie Honda und Nissan nun auch Dieselmotoren für ihren Heimatmarkt angekündigt.
Darüber können Dieter Zetsche und Matthias Wissman sich eigentlich nur freuen. Wir es doch helfen, deutsche Dieselprodukte im Markt durchzusetzen. Probleme mit der Tankstellen-Infrastruktur dürfte es dabei für den Japaner kaum geben. Mittlerweile bietet rund jede zweite Tankstelle in Japan auch Diesel als Treibstoff an. Bisher war der allerdings den Nutzfahrzeugen vorbehalten.
Daimler-Benz hat mit Bluetec die Rolle des Vorreiters übernommen. Wann andere Hersteller folgen werden, läst sich noch nicht sagen. Bei BMW, gefragt nach dem Diesel-Einstieg der Münchner in Japan, zuckte man jedenfalls heute mit den Schultern. (ar/Sm) Letzte Änderung: 24.10.2007
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