Der erste zivile Mercedes-Benz Zetros geht nach Finnland
Durch die Positionierung des Fahrerhauses hinter der Vorderachse ergeben sich bei dem Haubenfahrzeug konstruktionsbedingt wertvolle Vorteile. Die günstige und gleichmäßige Gewichtsverteilung ermöglicht ein ruhiges Fahrverhalten in schwierigem Gelände und senkt den Schwerpunkt. Der Komfort des Fahrer erhöht sich erheblich. An der Fahrzeugfront kann auch großes Gerät montiert werden, etwa ein schwerer Schneepflug. Hier hat der Zetros 6x6 als Haubenfahrzeug klare Vorteile gegenüber einem Frontlenker, der für diese Einsätze als 8x8-Fahrzeug konfiguriert werden müsste. Weitere Vorteile: Der Motor ist auch ohne Kippen des Fahrerhauses zugänglich. Durch die niedrige Bauweise können zudem lange AusrüstungsÂgegenstände über das Fahrerhaus ragen.
Für Eltel wurde das im Mercedes-Benz-Werk Wörth gebaute Fahrzeug mit einem Hiab-Teleskopkran ausgerüstet, der eine Höhe von rund dreißig Metern über dem Erdboden erreicht. Hinter dem Kran ist eine Aluminiumpritsche zur Aufnahme von Montagematerialien sowie Krangreifer und Personentransportkorb montiert.
Der erste Einsatz des Zetros in der Flotte von Eltel ist der Bau einer 220 kV-Starkstromleitung in Lappland. Extreme Geländeanforderungen, Schnee, Eis und tiefste Minusgrade sorgen für besondere Einsatzbedingungen. Auf der 90 Kilometer langen Strecke zwischen Sodankylä und Levi sollen 310 Strommasten errichtet werden, die sechs Kabel tragen sollen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2010 geplant. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 22.12.2009
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