Der Markt für Winterreifen erreicht Vorjahresniveau
Bei seiner Prognose geht Conti davon aus, dass im Handel vor allem Reifengrößen oberhalb 15 Zoll gefragt sein werden. Für die Reifen, die Geschwindigkeiten über 210 km/h erlauben soll die Nachfrage sogar um rund 20 Prozent wachsen. In den klassischen Winterreifenmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz sollen rund 1,8 Millionen Reifen mehr als im Vorjahr nachgefragt werden. Dabei stehen in der Schweiz die Reifen mit Freigaben für 240 km/h und sogar für 270 km/h besonders hoch im Kurs.
In Deutschland könnte die Abwrackprämie zu einem leicht erhöhten Bedarf an Winterreifen für die neuen Fahrzeuge führen, obwohl der Markt in der Bundesrepublik durch die hohe Ausstattungsrate mit Winterreifen nahezu gesättigt ist. Dennoch sieht Continental für Reifen mit Dimensionen ab 16 Zoll aufwärts Marktzuwächse von 27 Prozent.
Nach der Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Jahr 2006 und der damit etablierten Winterreifenpflicht in Deutschland war der Markt auf 99 Millionen Stück gewachsen. Die StVO regelt seitdem, dass ein Fahrzeug mit einer für die jeweilige Wetter- und Straßensituation geeignete Bereifung ausgerüstet sein muss. Bei Schnee und Eis sind das alle Reifen, die das Symbol der Schneeflocke an der Flanke zeigen. Nach dem Boom durch die StVO war die Zahl der verkauften Winterreifen 2008 auf rund 88 Millionen Stück zurückgegangen. Knapp unter diesem Niveau soll sich der Markt jetzt wieder bewegen. Continental rechnet mit einem Marktanteil von 25 Prozent. (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 11.10.2009
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Verkauf von Geländewagen-Reifen ohne S-Kennung jetzt verboten
- Toyota entwickelt kratzfesten Lack
- Continental gewinnt Reifentest in England
- Refabrizierte Starter und Generatoren senken Materialkosten bis zu 30 Prozent
- Continental erneuert Kooperation mit Modi in Indien


