Deutsche Automobilproduktion geht zurück
Im Dezember setzte sich der Absatzeinbruch auf den Auslandsmärkten fort. Mit 223 000 Pkw wurden 22 Prozent weniger Fahrzeuge exportiert. Das Exportvolumen sank damit nach sechs Rekordjahren in Folge 2008 insgesamt um vier Prozent auf 4,13 Millionen Einheiten. In allen wichtigen Auslandsmärkten konnten die deutschen Hersteller Marktanteile gewinnen (Westeuropa: +0,7 Prozentpunkte, China: +0,1 Prozentpunkte, Russland: +1,5 Prozentpunkte).
In den USA wurden 2008 mit knapp 13,2 Millionen Light Vehicles 18 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor. Die deutschen Anbieter haben in den USA 58 000 Einheiten weniger abgesetzt als im Vorjahr. Doch in diesem Marktumfeld schnitten sie noch vergleichsweise gut ab (-6 Prozent).
Der Inlandsmarkt entwickelte sich 2008 wie erwartet verhalten. Im Gesamtjahr lag der Absatz bei 3,09 Millionen Pkw und damit 1,9 Prozent unter dem Vorjahr. Die deutschen Hersteller (-1 Prozent) haben dabei besser als die Importeure (-3 Prozent) abgeschnitten und ihren Marktanteil leicht auf 70 Prozent steigern können. Im Dezember wurden in Deutschland mit 226 000 Pkw sieben Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen.
Die Auftragseingänge aus dem Ausland verharrten weiter auf niedrigem Niveau und gingen um 32 Prozent zurück. Die Bestellungen aus dem Inland lagen um 21 Prozent unter Vorjahresniveau und waren damit im vierten Quartal 2008 um 20 Prozent im Minus. (ar/nic) Letzte Änderung: 06.01.2009
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Schweizer "Automobil Revue" mit neuem Konzept
- Vor der Detroit Motor-Show: Sehnsucht nach dem Auto-Zar
- Kia mit neuem Europa-Präsidenten
- Preisanpassung bei Land Rover
- General Motors erhält noch einmal 5,5 Milliarden US-Dollar


