Deutsche Autos stoßen im Schnitt 168 Gramm CO2 pro Kilometer aus
Den größten Erfolg aller 14 untersuchten Hersteller verbuchte zwar BMW mit Modellen, die 7,3 Prozent weniger Kraftstoff als 2006 verbrauchten, der CO2-Ausstoß ging jedoch lediglich von 184 Gramm je Kilometer auf 170 g/km zurück, kritisiert der Verband. Schelte muss sich beispielsweise auch Daimler gefallen lassen. Der Verbrauch der Modelle sank im Schnitt um 3,5 Prozent, doch einen Großteil der Einsparungen im vergangenen Jahr verdankt der Konzern seiner inzwischen verkauften US-Tochter Chrysler, stellt der europäische Umwelt- und Verkehrsverband fest. Neben BMW machte mit einer Verbrauchssenkung von 3,9 Prozent Hyundai die deutlichsten Fortschritte. Ein einziger Hersteller musste einen Rückschlag hinnehmen. Die im Jahr 2007 verkauften Modelle von Honda verbrauchten im Schnitt 1,1 Prozent mehr Kraftstoff als im Jahr davor.
Der Durchschnittsverbrauch aller im vergangenen Jahr in Europa verkauften Autos ging der Erhebung nach um 1,7 Prozent zurück. Für T&E eindeutig zu wenig. Der Verband kündigte deshalb an, den Druck auf die Hersteller zu erhöhen.
Am umweltfreundlichsten präsentierten sich die französischen Hersteller, deren Modelle im Schnitt 143 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren. Das bedeutet gegenüber 2006 eine Verbesserung von 0,7 Prozent. Die japanischen Autobauer konnten 2,4 Prozent einsparen und kamen auf durchschnittlich 157 g/km.
Den besten durchschnittlichen CO2-Wert bei den Neuzulassungen weist Portugal mit 143 g/km auf. Schlusslicht ist Schweden mit 180 Gramm. Deutschland rangiert im 18-Länder-Vergleich mit 168 g/km auf Rang 15. (ar/jri) Letzte Änderung: 26.08.2008
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Gastkommentar: Tiefensees starker Tobak
- Zahl der Verkehrstoten geht um zwölf Prozent zurück
- ADAC besteht auf 5,2 Milliarden Euro für Fernstraßenbau
- Automobilindustrie sieht VCD-Liste als Kompliment für ihre Umwelt-Strategie
- Smart liefert geschlossene Partikelfilter später


