Deutsche Bank stockt Anteile an GM auf

Nachdem die Deutsche Bank ihre Anteile am US-Autobauer General Motors innerhalb weniger Tage verdoppelt hat, kamen Spekulationen über ein strategisches Interesse auf. Inzwischen hat das größte deutsche Bankhaus solche Pläne dementiert und bestätigte lediglich eine Handelsbeteiligung. Das meldet heute das "Handelsblatt".

GM hatte am Montag mitgeteilt, die Deutsche Bank sei mit 5,5 Prozent an seinem Grundkapital beteiligt. Damit hätte das Paket einen Wert von umgerechnet etwa 790 Millionen Euro. Experten vermuten jetzt, dass die Bank beispielsweise als Zwischenhändler für Hedge-Fonds fungieren könnte, nach sie in jüngerer Vergangenheit stets betont hatte, sich von Industriebeteiligungen vermehrt trennen zu wollen. Derzeit ist die Deutsch Bank nach Angaben des Handelsblatts fünftgrößter Anteilseigner an GM.

Vielleicht wittert die Bank aber auch ein Geschäft. Immerhin hat sich die GM-Aktie binnen eines Jahres von 19 auf aktuell knapp 33 Dollar verteuert, weil die Broker glauben, der Sanierungskurs könnte greifen. Nach Buchungsfehlern wurde die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das Schlussquartal nach hinten verschoben. Bis zum 1. März müssen die Zahlen aber bei der amerikanischen Börsenaufsicht vorliegen. GM rechnet nach eigenen Angaben damit, im letzten Quartal 2006 wegen deutlich gestiegener Absatzzahlen wieder in den schwarzen Zahlen zu sein. Die Liquidität sei von 5,9 Milliarden auf über 26 Milliarden Dollar angestiegen. (ar/sb) Letzte Änderung: 06.02.2007









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