Deutsche Hersteller mit guten Zahlen in den USA

Die deutschen Autobauer können sich auf dem rückläufigen Markt in den USA gut behaupten. Während die großen US-Hersteller einhellig Absatzeinbrüche hinnehmen müssen, steigern deutsche Unternehmen ihre Verkäufe durchweg. Grund ist das steigende Umwelt- und Kostenbewusstsein bei den Konsumenten, die statt auf große Light-Trucks zu sparsameren Limousinen aus Deutschland und Japan greifen. Von Januar bis Juli 2006 verkauften die deutschen Automobilhersteller elf Prozent mehr Fahrzeuge in den USA, während der Gesamtmarkt um fünf Prozent rückläufig war, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) heute mit.

Porsche legte im Juli wie bereits berichtet eine Rekordbilanz für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr vor. Mit 36 669 ausgelieferten Fahrzeugen übertraf der Absatz im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2005/06 (31. Juli) den Vorjahreswert von 33 974 Einheiten um sieben Prozent. Auch Audi legte im wichtigen Markt USA zu: 40 455 Auslieferungen bedeuten ein Plus von 7,3 Prozent (37 701) nach sechs Monaten. Die VW-Tochter verbuchte im Juli allerdings ein Minus von 1,5 Prozent auf 7005 Fahrzeuge. Volkswagen, seit Jahren mit Defiziten auf dem US-Markt unterwegs, steigerte den Absatz um fünf Prozent auf 22 627 Fahrzeuge. Nach den ersten sieben Monaten ist der Absatz damit um 17,3 Prozent auf 138 672 Autos gewachsen. Der Golf läuft gut, seitdem er sich wieder Rabbit wie früher nennen darf, auch der Passat verdoppelte im Juli nahezu seinen Absatz auf knapp 4200 Autos. Das meistverkaufte Modell in den USA war für Volkswagen weiterhin der Jetta. Seit Januar wurden von der Limousine 63 037 Fahrzeuge verkauft, 21,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die BMW-Group verbuchte im Juli einen Absatzrückgang um zwölf Prozent auf 23 611 Autos. Nach sieben Monaten erreichte der Konzern dennoch ein Plus von 5,3 Prozent auf 180 857 Fahrzeuge. Bei Mercedes-Benz nahmen die Kundenauslieferungen in den USA bis Juni um 17 Prozent auf 114 900 Einheiten zu, die Juli-Zahlen wurden noch nicht genannt.

Während also die Deutschen auf Rekordkurs fahren, tun sich die angeschlagenen Riesen General Motors (GM) und Ford weiter schwer. GM meldete für den Juli einen Rückgang von 19,5 Prozent auf 410 332 Fahrzeuge, weil die Geländewagen und Pick-Ups schwächeln. Ford musste einen Absatzeinbruch um 34,2 Prozent auf 241 339 hinnehmen. Auch Chrysler sorgte zuletzt mit rückläufigen Zahlen für negative Schlagzeilen. Die Verkäufe von Fahrzeugen der Chrysler Group an Endkunden und Flottenbetreiber waren im zweiten Quartal mit 713 600 Einheiten neun Prozent niedriger als im Vorjahr. (ar/sb)
Letzte Änderung: 02.08.2006









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