Deutsche Hersteller wollen in China schneller wachsen als der Markt

China wird für die deutsche Automobilindustrie immer wichtiger. Fast jedes zehnte in Deutschland gebaute Auto wird mittlerweile dorthin exportiert und 1,14 Millionen Pkw deutscher Konzernmarken wurden im vergangenen Jahr in China selbst gefertigt. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), sagte anlässlich der bis zum 2. Mai 2010 stattfndenden Auto China in Peking, er rechne damit, dass der Absatz sich in diesem Jahr um 18 Prozent auf rund 1,7 Millionen Fahrzeuge steigern wird. Damit würden die deutschen Hersteller schneller wachsen als der Gesamtmarkt, für den ein Absatzplus von 16 Prozent prognostiziert wird.

Allein im ersten Quartal haben die deutschen Konzernmarken ihren Absatz in China um mehr als 50 Prozent auf 427 000 Pkw gesteigert. Auch die deutschen Zulieferer sind in China stark präsent. Bei ihren Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Beteiligungsbetrieben arbeiten knapp 50 000 Mitarbeiter. China gehört mit 40 Fertigungsstätten bereits zu den wichtigsten Produktionsländern der deutschen Zulieferer. "China hat bei der individuellen Mobilität noch großes Potenzial: Während in Deutschland rund 500 Autos auf 1000 Einwohner kommen, sind es in China erst 21", betonte Wissmann.

Der VDA fördert das Engagement deutscher Marken und Zulieferer seit fünf Jahren mit seinem Qualitäts-Management-Center in Peking. Ein Jahr später wurde auch eine Dependance in Shanghai eröffnet. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 23.04.2010









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