Deutsche sehen BMW als besonders sozialverantwortlich an
Auf BMW folgten das Software-Unternehmen SAP (2,7), der Sportartikel-Hersteller Adidas (2,8) sowie der Einzelhändler Aldi. Am Ende der Liste von 17 ausgewählten deutschen Großunternehmen stehen die Deutsche Bank und Siemens mit jeweils 3,6.
Neben der Bewertung einzelner Unternehmen erfasst das Moralbarometer die Bereitschaft der Verbraucher, einen Aufpreis für Produkte und Dienstleistungen zu zahlen, wenn das dahinter stehende Unternehmen sozialverantwortlich handelt, heißt es in der Untersuchung. Die Zahl derer, die einen Aufpreis in diesem Fall akzeptieren, stieg von 70 auf 76 Prozent. 29 Prozent der Bundesbürger über 14 Jahre sind bereit, einen "Moralaufschlag" von 6 bis 10 Prozent zu bezahlen, 11 Prozent einen Aufschlag von 10 bis 20 Prozent und immerhin acht Prozent einen Bonus von über 20 Prozent. PULS-Chef Konrad Weßner sieht darin ein Zeichen, dass sich "breite Käuferschicht Moral und Ethik etwas kosten lassen".
Die PULS-Studie schlüsselt weiter auf, was als sozialverträglich gilt. Dabei nahm der "Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen in Deutschland" mit 71 Prozent "sehr wichtig" gegenüber dem Ergebnis vor einem halben Jahr (84 Prozent) ab. Dies liegt sicherlich an der besseren Lage auf dem Arbeitsmarkt, so Weßner. Dafür stieg der Wert für "Schonung der Umwelt" von 53 auf jetzt 62 Prozent. Die Diskussion um den Klimawandel hat hier offenbar Spuren hinterlassen. (ar/tkn) Letzte Änderung: 22.05.2007
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