Deutsche Umwelthilfe nimmt Plaketten-Sünder aufs Korn
"Wir wollen einfach sehen, wie viele ohne Plakette herumfahren", wiegelt Dorothee Saar, Projektkoordinatorin bei der DUH ab und wehrt sich damit auch gegen Aussagen, die Aktivisten sollten Plaketten-Sünder grundsätzlich anzeigen. Das werde juristisch geprüft. Zunächst wolle man Präsenz zeigen. Die Fahrzeuge ohne oder ohne die richtige Plakette sollen identifiziert und deren Fahrer darauf hingewiesen werden, dass Fahren ohne Plakette in Umweltzonen mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet wird. "Eigentlich müsste die Polizei hergehen und die (DUH) wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr belangen", empört sich Helmut Blümer, der Pressesprecher des Zentralverbands des Deutschen Kfz-Gewerbes.
Der ADAC hatte noch am Mittwoch dieser Woche darauf hingewiesen, dass Fahrverbote das Feinstaubproblem nicht lösen können und hatte deswegen den Verzicht auf die Umweltzonen gefordert. Der Autofahrerklub hatte seinen Mitgliedern empfohlen, die Nachrüstmöglichkeiten für Dieselrußfilter zu nutzen. Diese Maßnahme sei wesentlich effektiver, "da sie das Problem an der Wurzel bekämpft". Außerdem forderte der ADAC die Städte dazu auf, den Verkehr intelligenter zu lenken, zum Beispiel durch die sogenannten "grünen Wellen". (ar/Sm) Letzte Änderung: 14.12.2007
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