Deutsche Umwelthilfe verklagt Verkehrsminister Tiefensee
Die Deutsche Umwelthilfe mutmaßt, dass der Austausch der wirkungslosen so genannten Betrugsfilter durch funktionierende Nachrüstfilter nicht mehr vorankommt und deshalb die Zahlen vorenthalten werden. Nach Schätzungen des Umweltschutzverbands sind noch etwa 40 000 Autofahrer mit den fehlerhaften Filtern unterwegs und würden zu Unrecht von Steuerermäßigungen und falschen Feinstaubplaketten profitieren. Nach der geltenden Rechtslage müsse der Bundesverkehrsminister bzw. das KBA die Betriebserlaubnis für die nicht funktionierenden Systeme widerrufen, erklärte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch.
Die Behauptung, es gebe keine aktuellen Zahlen, will die Umwelthilfe nicht gelten lassen. Das Kraftfahrt-Bundesamt habe im Mai 2008 nicht nur rund 45 000 betroffene Autofahrer angeschrieben und auf den Austausch gedrängt, sondern der Filterwechsel werde auch in den Zulassungsstellen vermerkt. Die Zahl stünde damit zeitnah im Zentralen Kraftfahrzeugregister zur Verfügung. (ar/jri) Letzte Änderung: 08.09.2008
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