Die Fronten scheinen klar: VW und Niedersachsen gegen Porsche
Die obersten Gremien beider Konzerne hatten sich auf einen Zusammenschluss verständigt und eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Struktur der neuen Unternehmensgruppe entwickeln sollte. Gestern (17. Mai 2009) hatte VW überraschend die für heute angesetzte Sitzung der Arbeitsgruppe abgesagt. Damit hatte der Wolfsburger Konzern seinen Führungsanspruch für den gemeinsamen Konzern noch einmal unterstrichen.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) stellte sich heute (18. Mai 2009) erneut an die Seite des VW-Konzerns. Er mahnte bei Porsche Verlässlichkeit an. "Ansonsten ist der Sportwagenbauer als VW-Mehrheitsaktionär eine Gefährdung der Volkswagen AG", betonte der in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe). Niedersachsen hält 20,1 Prozent an Volkswagen.
In Stuttgart tagt heute der Porsche-Aufsichtsrat. Der finanziell angeschlagene Sportwagenbauer hatte gestern geleugnet, dass es eine Absage der Gespräche der Arbeitsgruppe gebe. Es sei nur der heutige Termin abgesagt worden, nicht aber die Folgetermine. Begleitend zur Aufsichtsratssitzung wurde für heute eine Demonstration von Porsche-Mitarbeitern gegen die Fusion mit VW angekündigt. Außerdem war Porsche-Chef Wiedeking von Aktionären aufgefordert worden, gegen den Porsche-Aufsichtsrat und VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech zu klagen. (ar/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 18.05.2009
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