Die neue Daimler AG sieht sich nicht als Übernahmekandidat
Bei einer Marktkapitalisierung von annähernd 70 Milliarden Euro sei die künftige Daimler AG das zweitstärkste Automobilunternehmen nach Toyota. "Das ist sicherlich eine komfortable Größe und macht uns zu einem schweren Brocken, der erst einmal gestemmt werden müsste, erklärte Uebber in dem Interview. "Zudem müssen Finanzinvestoren, die uns als Übernahmekandidaten sehen, beweisen, dass sie ihren Job besser machen als der Vorstand."
Dem Unternehmen sei jeder Investor willkommen, der Daimler "auf dem Weg der nachhaltigen Profitabilität begleiten und davon profitieren möchte". Uebber zeigte sich überzeugt, das Unternehmen sei mit der heutigen internationalen Aktionärsstruktur gut aufgestellt, aber "wir merken tatsächlich, dass viele Investoren wieder verstärkt auf uns schauen, die uns im Verbund mit Chrysler noch als volatil und riskant ansahen." Der Staat Kuweit ist an der Gesellschaft seit 30 Jahren beteiligt, heute mit sieben Prozent der Anteile. Die Deutsche Bank hält etwa vier Prozent.
Uebber unterstrich das Ziel des Unternehmens, die Nummer eins im Premiumsegment zu werden und zu bleiben. Heute sei die Mercedes Car Group in diesem Segment bereits die Nummer eins beim Umsatz, und bei der Profitabilität habe man in der vergangenen drei Quartalen deutlich zugelegt. (ar/Sm) Letzte Änderung: 09.08.2007
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