Effiziente Mobilitäts- und Kraftstofftechnologien auf der Hannover Messe
Durch dramatisch wachsende Rohstoff- und Klimawandelkosten - das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert bis 2050 allein für die deutsche Volkswirtschaft etwa 800 Milliarden Euro an Klimawandelkosten - bieten innovative Mobilitätstechnologien über die Grenzen des Transportsektors hinausweisende Wachstumsantriebe.
Der weltweite Markt für Bioethanol-Kraftstoffe und den begleitenden Anlagenbau wächst rasant. Die Ethanol-Branche bildet daher auch den Aussteller-Schwerpunkt des marktorientierten Clean Moves Technologieforums. "Mit einer Produktion von 38,8 Millionen Kubikmetern im Jahr 2006 ist Bioethanol mit großem Abstand weltweit die Nummer eins der Biokraftstoffe. Wir erwarten ein dynamisches Wachstum des Bioethanol-Markts in Europa", erklärt Dr. Lutz Guderjahn, Vorstand des Ausstellers CropEnergies. Das Unternehmen betreibt die derzeit größte Bioethanol-Anlage in Europa. Als einer der größten Aussteller der "Clean Moves Expo" zeigt auch Volkswagen in Hannover neue "Sunfuel"-Technologien sowie Innovationen im Bereich synthetischer Kraftstoffe.
Die begleitende "Clean Moves Tagung" am 18. und 19. April zu den Themenbereichen Neue Mobilität, Innovative Antriebstechnologien und Alternative Kraftstoffe wird in Zusammenarbeit von der Deutschen Messe, dem Kommunikationsnetzwerk für regenerative Energien Halo Energy und der Klimaschutzagentur Region Hannover ausgerichtet. Außerdem stehen Aussteller-Workshops auf dem Programm.
"Die Fahrzeug- und Kraftstoffeffizienz muss bei gleichzeitiger Reduktion der Emissionen weiter konzentriert werden: mehr Leistung, weniger Emissionen. Die zwei Milliarden Fahrzeuge in 2050 müssen mit einem Liter Sprit doppelt so weit fahren können wie heute", sagt John A. Manzoni, Group Managing Director beim Ölproduzenten BP. Das Unternehmen geht davon aus, dass Biokraftstoffe zukünftig einen erheblichen Anteil am Kraftstoffangebot ausmachen werden und erwartet, dass sich dieser bis zum Jahr 2030 zwischen 20 und 30 Prozent einpendeln wird.
Das betont auch der Bundesumweltminister: "Wir brauchen hier verbindliche Regelungen, um in Zukunft unsere CO2-Reduktionsziele zu erreichen. Dazu gehört auch, dass wir wirksame Anreize für hocheffiziente Antriebe durch eine CO2-orientierte Kfz-Steuer schaffen. Darüber hinaus setzen wir in verstärktem Maße auf Biokraftstoffe, deren Anteil wir auf über 6,75 Prozent im Jahr 2010 erhöhen werden", so Gabriel. (ar/os) Letzte Änderung: 28.03.2007
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