Einigung bei Delphi über Abfindungen
Außerdem einigte sich die ehemalige Teilesparte des weltgrößten Autobauers General Motors (GM) mit der Gewerkschaft darauf, dass 12 700 Stellen abgebaut werden dürfen. Die ehemalige Mutter wird sich an den Abfindungen beteiligen. Eine weitere wichtige Entscheidung steht hingegen noch aus: Die richterliche Aufhebung der Tarifverträge, mit denen das Delphi-Management die Sanierung des unter Gläubigerschutz stehende Unternehmen vor den Kollaps bewahren will. Für diesen Fall hatten die Gewerkschaften mit einem Streik gedroht, der nicht nur das endgültige Aus für Delphi bedeuten könnte, sondern auch die Krise bei GM verschärfen. Delphi ist immer noch wichtigster Zulieferer von GM.
Gleichzeitig macht der mit 22 Milliarden Dollar verschuldete Zulieferer die ehemalige Mutter für seine prekäre Situation verantwortlich. So soll der Konzern Delphi vor der Abspaltung Milliardenlasten aufgebürdet haben. GM-Chef Rick Wagoner hatte kürzlich gesagt, er halte eine Beilegung des Konflikts für möglich. Eine schnelle und endgültige Lösung erwarte er jedoch nicht. (ar/sb) Letzte Änderung: 18.08.2006
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