Einigung bei Delphi über Abfindungen

Nach monatelangem Ringen hat sich der insolvente US-Autozulieferer Delphi mit seinen Arbeitnehmern über Abfindungszahlungen im Fall eines Ausscheidens geeinigt. Auch die mächtige Autogewerkschaft UAW hat zugestimmt, teilte Delphi heute mit. Demnach belaufen sich die Zahlungen je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit auf 35 000 bis 140 000 Dollar.

Außerdem einigte sich die ehemalige Teilesparte des weltgrößten Autobauers General Motors (GM) mit der Gewerkschaft darauf, dass 12 700 Stellen abgebaut werden dürfen. Die ehemalige Mutter wird sich an den Abfindungen beteiligen. Eine weitere wichtige Entscheidung steht hingegen noch aus: Die richterliche Aufhebung der Tarifverträge, mit denen das Delphi-Management die Sanierung des unter Gläubigerschutz stehende Unternehmen vor den Kollaps bewahren will. Für diesen Fall hatten die Gewerkschaften mit einem Streik gedroht, der nicht nur das endgültige Aus für Delphi bedeuten könnte, sondern auch die Krise bei GM verschärfen. Delphi ist immer noch wichtigster Zulieferer von GM.

Gleichzeitig macht der mit 22 Milliarden Dollar verschuldete Zulieferer die ehemalige Mutter für seine prekäre Situation verantwortlich. So soll der Konzern Delphi vor der Abspaltung Milliardenlasten aufgebürdet haben. GM-Chef Rick Wagoner hatte kürzlich gesagt, er halte eine Beilegung des Konflikts für möglich. Eine schnelle und endgültige Lösung erwarte er jedoch nicht. (ar/sb) Letzte Änderung: 18.08.2006









Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:

Autonews Archiv
Aktuelle Umfrage
Würden Sie auf ein Auto verzichten, wenn Sie könnten?
Kfz-Newsletter
Jede Woche die aktuellen News über neue Autos, Termine und Unterhaltsames aus der Kfz-Branche
Newsletter abonnieren

Sie sind hier: Startseite > Autonews > Archiv > August 2006 > Einigung bei Delphi über Abfindungen