Elektronischer Sensor überwacht Bosch-Batterien
Der Batteriesensor von Bosch besteht aus einem Chip, der die gesamte Elektronik enthält, und aus einem Widerstandselement zur Strommessung. Beides bildet gemeinsam mit der Pol-Klemme eine Montageeinheit, die direkt an die Autobatterie angeschlossen werden kann und in die Pol-Nische üblicher Autobatterien passt. Gegenüber bisherigen Lösungen bedeutet dies eine deutliche Platz- und Kostenersparnis. Die Software für die Batteriezustandserkennung hat Bosch in Zusammenarbeit mit Varta entwickelt. Die Algorithmen sind vollständig im EBS-Chip integriert. Der Sensor erfasst direkt Temperatur, Spannung und Strom der Batterie und berechnet daraus Kapazität und Ladezustand sowie die momentane Leistungsfähigkeit. Über eine LIN-Schnittstelle stellt er diese Informationen dem übergeordneten Energiemanagement des Fahrzeugs zur Verfügung, das anhand der Daten den Ladezustand der Batterie optimiert. Wird über einen längeren Zeitraum mehr elektrische Energie verbraucht als der Generator bereitstellen kann, nimmt die Ladung der Batterie ab. Dem wirkt das Energiemanagement entgegen, indem es vor dem Erreichen eines kritischen Batteriezustands die Leistungsaufnahme von Komfortverbrauchern wie der Sitzheizung reduziert oder kurzzeitig ganz abschaltet.
Zudem kann die Leerlaufdrehzahl des Verbrennungsmotors und damit die des Generators angehoben werden, wenn das Fahrzeug längere Zeit im Stau steht. Neben dem momentanen kann die Software auch den künftigen Ladezustand der Batterie prognostizieren. Zudem lässt sich die Stromerzeugung des Generators exakter regeln. Dies soll den Kraftstoffverbrauch und damit den Schadstoffausstoß senken. Und auch bei Fahrzeugen mit Stopp-Start-Systemen sind genaue Informationen über die Batterie erforderlich. So wird der Motor nur abgeschaltet, wenn genügend Energie vorhanden ist, um ihn anschließend wieder problemlos starten zu können. (ar/os) Letzte Änderung: 26.02.2007
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