Enge Fristen von GM bringen Opel-Werk Bochum unter Druck
Insgesamt bewerben sich fünf Werke um den neuen Astra: Bochum, Antwerpen (Belgien), Ellesmere Port (England), Gliwice (Polen) und Trollhättan (Schweden). Da die fünf Werke aber gemeinsam mit einer Produktionskapazität von mehr als 1,1 Millionen Fahrzeugen den geplanten Absatz von 750 000 Autos jährlich weit übertreffen, droht zwei Werken das Aus. GM erwartet dabei Zugeständnisse der Mitarbeiter. Im Forderungskatalog stünden die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohn- oder Zeitausgleich von 35 auf 38 Stunden pro Woche, flexible Werksferien, Einsatz von bis zu 15 Prozent Leiharbeitern, Absenkung des Weihnachtsgeldes von bisher 70 auf 55 Prozent, Streichung von übertariflichen Zulagen und die Reduzierung des Tarifurlaubs. Außerdem kündigte das Management an, Teile der Produktion auszulagern.
Um zu verhindern, dass im Bochumer Werk weitere Arbeit ausgegliedert wird, sei der Betriebsrat zusammen mit der IG Metall dabei, Opel vorzurechnen, warum es besser wäre, auf Auslagerungen zu verzichten. "Lasst die Arbeit in Bochum", sei die Devise, notfalls auch in Zusammenarbeit mit anderen Firmen. (ar/sb) Letzte Änderung: 18.08.2006
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