Erdgasautos fahren aus der Nische
Die strengeren Grenzwerte für Abgasemissionen könnten mit Erdgas im Tank leichter erfüllt werden, unterstrich Hall, Geschäftsführer der Bayerngas GmbH. Der CO2-Ausstoß könne mit dem Alternativkraftstoff gesenkt werden, und Feinstaub sei praktisch überhaupt kein Thema mehr. Die Umweltbilanz könne durch die Beimischung von regenerativ erzeugtem Biogas sogar noch weiter verbessert werden. Diese Möglichkeit hebe Erdgas deutlich von Autogas ab.
Nach den Worten von Hall kommen zu den ökologischen Vorteilen auch noch handfeste ökonomische. So sei Erdgas im Verhältnis zu Diesel an der Zapfsäule umgerechnet rund 30 Prozent günstiger. Neben dem Sparspaß hätten Erdgasautofahrer mittlerweile auch Fahrspaß, da die Generation der neuen Turbomotoren bemerkenswerte Fahrleistungen erlaube.
"In Anbetracht des mittlerweile flächendeckenden Netzes an Erdgastankstellen ist problemloses, komfortables Fahren garantiert", stellte Dr. Timm Kehler fest. Der Geschäftsführer der Erdgas mobil GmbH berichtete von einem deutlich steigenden Bestand. In den vergangenen drei Jahren habe sich der Erdgas-(CNG-) Fahrzeugbestand mehr als verdoppelt. Neben den Privatkunden sieht Kehler die mit spitzem Stift kalkulierenden gewerblichen Kunden als besonders interessante Zielgruppe. Immer mehr Handwerker und Dienstleister entschieden sich auch aus Image- und Umweltgründen für die saubereren Erdgasautos, die uneingeschränkt in die Umweltzonen der Städte einfahren können.
Welches Potenzial Erdgas noch hat, unterstrich bei der Expertenrunde in Regensburg Iveco. Neben Transportern (jetzt auch mit einem kleinen Zusatz-Benzintank) rollen mittlerweile auch mittelschwere und schwere CNG-Nutzfahrzeuge der Firma vor allem im Verteilerverkehr sowie für kommunale Einsatzzwecke und den innerstädtischen Verkehr. Selbst ein Rettungswagen mit Erdgasantrieb wurde schon ausgeliefert. (ar/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 27.06.2009
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