Erfolgreiche deutsch - chinesische Verkehrskooperationen

Deutschland verzeichnet erste Erfolge mit der Magnetbahntechnik in ChinaDie Magnetbahntechnik wird nicht nur in Deutschland und China sondern weltweit eine verkehrliche Zukunft haben." Dies sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Dr. Manfred Stolpe, nach einem Gespräch mit dem Generalsekretär des Ministeriums für Forschung und Technik der Volksrepublik China, Herrn Shi Dinghuan, am Dienstag in Berlin. Die gute Zusammenarbeit beider Regierungen habe bereits einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die erste kommerzielle Anwendungsstrecke in Shanghai erfolgreich realisiert werden konnte, so Stolpe. Deutschland und China verbinde mit dem Einsatz dieser Hochtechnologie verkehrswirtschaftliche, industrie- und beschäftigungspolitische Chancen.

Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung über die Fortsetzung und Intensivierung der Zusammenarbeit bauten die Ministerien ihre bereits bestehenden guten Beziehungen aus. Kooperationen seien unter anderem bei der Systemoptimierung und Ermittlung von Kostensenkungspotentialen im Hinblick auf weitere Anwendungsstrecken in China und die Flughafenanbindung in München vereinbart.

Mit dem Haushalt 2004 seien die notwendigen finanziellen Voraussetzungen seitens des Bundes für die erste deutsche Anwendungsstrecke in München geschaffen, betonte Stolpe. Der Freistaat Bayern sei nun gefordert, gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG und der Systemindustrie die Planungen zügig voranzubringen, damit im Jahr 2006 planmäßig der Bau der Strecke begonnen werden könne. "Diese Entwicklung wird nicht nur von unseren chinesischen  Partnern mit Interesse verfolgt, sondern ist zudem ein wichtiges Signal für die deutsche Systemindustrie auch im Hinblick auf den US-amerikanischen Markt", sagte der Bundesminister.

Schwerpunkt weiterer Gespräche des Generalsekretärs mit Staatssekretär Ralf Nagel sei die Vereinbarung konkreter Umsetzungsschritte für die künftige Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Einsatzes alternativer und erneuerbarer Energien im Verkehr gewesen. "Die Zusammenarbeit  bei diesem wichtigen Zukunftsthema ist als Erkenntnis- und Praxisprojekt angelegt", so Nagel. Gemeinsam mit deutschen und chinesischen Vertretern aus Industrie und Wissenschaft sollen in den kommenden Jahren bis 2008 Projekte durchgeführt werden. Ziele seien die Verbesserung der Energieeffizienz sowie die Entwicklung und Anwendung neuer und erneuerbarer Energien im Bereich des Straßenverkehrs.

Generalsekretär Shi Dinghuan habe bei dem Treffen auch großes Interesse der VR China an Kooperationsmöglichkeiten auf den Gebieten intelligente Transport-Systeme, dem Satelliten-Navigationssystem Galileo sowie Städtebau- und Verkehrsplanung bekundet.

Letzte Änderung: 23.03.2004









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