Erste Einigung über Stellenabbau bei Karmann

In den Verhandlungen über einen Sozialplan für den Karosseriebauer Karmann gibt es erste Ergebnisse. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, werden Details der Vereinbarungen am Freitag vorgestellt. Der Cabrio-Spezialist, der wegen der schlechten Auftragslage in Schwierigkeiten geraten ist, will bis zu 1250 Stellen abbauen.

Zunächst sollen 850 Stellen in der so genannten stückzahlbezogenen Produktion wegfallen, weil die Produktion des Chrysler Crossfire hinter den Erwartungen zurückbleibt. Weitere 400 Arbeitsplätze sollen in Bereichen abgebaut werden, die nicht an konkrete Aufträge gebunden sind.

Der angeschlagene Autobauer hat im vergangenen Jahr fast ein Drittel seines Umsatzes verloren. Dabei schrumpften die Erlöse von 2,8 auf 1,9 Milliarden Euro. Hauptgrund des Umsatzschwunds ist der teilweise dramatische Absatzeinbruch bei den vor Karmann produzierten Modellen. Der Fahrzeugbau fertigte mit 54 547 Autos fast 42 Prozent weniger als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr hat Karmann in seinen deutschen Standorten Osnabrück und Rheine fast 1200 Stellen gestrichen und einen Großteil der Belegschaft in Kurzarbeit geschickt. Dies geschah vorwiegend im Fahrzeugbau. Jetzt droht eine ähnliche Abbauwelle. Ende 2005 beschäftigte Karmann knapp 8000 Menschen, davon 1130 im Ausland. (ar/sb) Letzte Änderung: 17.08.2006









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