Erwägt der ADAC Klage gegen Umweltzonen?

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) erwägt eine Klage gegen die Umweltzonen. "Spiegel online" berichtet, der ADAC Berlin-Brandenburg habe in einer eigenen Studie festgestellt, dass die Folgen des Feinstaubs für die Gesundheit bei weitem niedriger anzusetzen sind als bei der Plakettenverordnung des Bundes angenommen.

Die Weltgesundheitsorganisation der UN, die WHO, geht davon aus, dass in Deutschland jährlich rund 70 000 Menschen wegen des Feistaubs mit einer verkürzten Lebensdauer rechnen müssen. Für Europa nennt die WHO die Gesamtzahl von 320 000 Menschen, die wegen Lungenkrebs-, Asthma- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Feinstaub eher sterben als ohne eine Feinstaubbelastung. Der ADAC Berlin Brandenburg kommt bei seiner Studie auf ein erhöhtes Risiko für 4800 Menschen.

Die WHO-Schätzungen, von interessierten Kreisen als die Zahl der "Feinstaub-Toten" überinterpretiert, waren Grundlage für die Einrichtung von Umweltzonen, wie sie seit Beginn des Jahres in Berlin, Hannover und Köln eingerichtet werden. Andere Städte sollen folgen. Der ADAC hatte bei anderer Gelegenheit bereits darauf hingewiesen, dass maximal zehn Prozent des Feinstaubs in den Städten dem Verkehr zuzuschreiben sind. (ar/Sm) Letzte Änderung: 06.01.2008









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