ESP ist wichtigster Lebensretter im Auto
Eine der Voraussetzungen dafür ist die Integration von Fahrerassistenzsystemen. Der durch Verkehrsunfälle verursachte volkswirtschaftliche Schaden könnte alleine schon durch die serienmäßige Stabilitätskontrolle in jedem Fahrzeug um rund 1,5 Milliarden Euro vermindert werden.
Auf einer Veranstaltung Auto Club Europa (ACE) gestern (2. 7. 2009) in Stuttgart sagte der für Crash-Tests zuständige Leiter der Abteilung Fahrzeugtechnik bei der BASt, Andre Seeck, nach dem Sicherheitsgurt gehöre die elektronische Stabilitätskontrolle inzwischen zum wichtigsten "Lebensretter im Fahrzeug". Mit ESP ließen sich bei entsprechender Gefahrenlage 40 Prozent der schweren Personenschäden mit Verletzten und Getöteten vermeiden. Zwar gehöre dieses Fahrerassistenzsystem in der oberen Mittelklasse und in der Luxusklasse inzwischen zur Standardausstattung, im Segment der Kleinwagen und der unteren Mittelklassegebe es bei den Angeboten europäischer Hersteller jedoch noch deutliche Unterschiede. Für Seeck ist heute ein neues Fahrzeug grundsätzlich sicherer als jedes seiner Vorgängermodelle. So gesehen stehe die Abwrackprämie und die damit einhergehende Verjüngung der Fahrzeugflotte auch im Dienste der Verkehrssicherheit.
Der ACE forderte, die künftige Bundesregierung solle im Rahmen der einschlägigen Zulassungsvorschriften Hersteller verpflichten, alle ihre Neufahrzeuge serienmäßig wenigstens mit ESP auszurüsten. "Das wäre im Interesse der Unfallvermeidung ein Riesengewinn", sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. (ar/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 03.07.2009
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