EU beschließt Details zu Reifenlabel

Das von der EU-Kommission für alle 27 EU-Länder als verbindliche Verordnung geplante Reifenlabel soll ab November 2012 zusätzliche Transparenz in den europäischen Markt bringen und helfen, den Anteil an Premium-Produkten langfristig zu erhöhen. Vergangene Woche haben sich EU-Kommission, EU-Ministerrat und EU-Parlament auf die wesentlichen Eckpunkte geeinigt, die finale Abstimmung im europäischen Parlament erfolgt in Kürze.

Die Umsetzung der Label-Verordnung wird über eine Selbst-Zertifizierung der Reifenhersteller erfolgen, die Sanktionen bei Missbrauch und Verstößen müssen von den 27 EU-Ländern noch in nationalem Recht geregelt werden. Im Frühjahr 2016 - rund 40 Monate nach der verpflichtenden Einführung des EU-Reifenlabels - wird eine Validierung durchgeführt werden, die die Zielerreichung des Labels kritisch überprüft. Insbesondere die Effektivität der Auflagen für die Kommunikation am "Point of Sale".

Die wichtigste Quelle für eine umfassende Beurteilung von nahezu allen Pkw-Reifen-Eigenschaften werden aber nach Einschätzung von Marktführer Continental mit Sicherheit nach wie vor die Testberichte der führenden unabhängigen Fachredaktionen bleiben, die jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst veröffentlicht werden. Das EU-Label deckt im Vergleich dazu drei der relevanten Reifeneigenschaften ab. Eine weitere spannende Frage bleibt, ob einzelne Reifenhersteller bereits mit dem EU-Reifen-Label werben werden, bevor nach nationalem Recht festgelegt wurde, was bei Missbrauch für Verstöße drohen. (ampnet/nic)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 21.10.2009









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