EU-Kommissar Verheugen rät zu Gelassenheit

Nichts wird so heißt gegessen wie es gekocht wird: EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat den deutschen Autoherstellern nach dem Bekanntwerden der Brüsseler CO2-Pläne zu Gelassenheit geraten. Es handele sich zunächst einmal um einen Vorschlag, mit dem sich die Mitgliedsstaat und das EU-Parlament noch beschäftigen, erinnerte er in einem Gespräch mit der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport".

Verheugen betonte, dass nicht nur die deutschen Autobauer Probleme mit den Grenzwerten hätten. Für die vorgesehene Möglichkeit, dass miteinander verbundene Hersteller bei der Berechnung zusammengelegt werden können, um den Flottendurchschnittsverbrauch zu senken, reiche eine Minderheitsbeteiligung nicht aus. Dies betreffe beispielsweise Porsche und VW ebenso wie Renault und Nissan. Porsche hingegen könnte ebenso wie Rolls-Royce oder Ferrari von einer Empfehlung des EU-Parlaments profitieren, nach dem für kleinere Autobauer mit weniger als einem Prozent Marktanteil eine Sonderregelung greifen soll.

Grundsätzlich, so Günter Verheugen, sollten Kompensationen vermieden werden und alle Fahrzeugproduzenten sich darum bemühen, in allen Segmenten möglichst umweltfreundliche Autos zu bauen. (ar/jri) Letzte Änderung: 24.12.2007

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