EU will Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder deutlich senken
In der gesamten EU würde die Zahl der für Kinder tödlich verlaufenden Straßenverkehrsunfälle um die Hälfte zurückgehen, wenn überall so wenige Kinder im Verkehr sterben würden wie zum Beispiel in Schweden. Das skandinavische Land weist die niedrigste Getötetenrate von Kindern im Straßenverkehr in ganz Europa auf.
Der ETSC schlägt ein ganzes Maßnahmenpaket vor, das auf EU-Ebene sowie nationalen und kommunalen Regierungsebenen umgesetzt werden sollte. Die Mitgliedsstaaten sollten sich als gesondertes Ziel die Verringerung der Anzahl getöteter Kinder im Straßenverkehr setzen und ihr Bestes tun, um eine sichere Umgebung für Kinder zu schaffen, wie zum Beispiel durch die Einrichtung von verkehrsberuhigten Bereichen oder Tempo-30-Zonen.
Mit Informationskampagnen sollen die einzelnen Staaten auch die Nutzung von Kinderrückhaltesystemen (KRS) fördern und niedrigere Mehrwertsteuersätze für KRS ermöglichen. Ebenso sollten sie für ein größeres Angebot an rückwärtsgerichteten KRS werben, denn viele Experten halten diese für sicherer als vorwärtsgerichtete Sitze. Die EU-Institutionen sollten rückwärtsgerichtete Sitze für Kinder bis vier Jahre sowie den Einbau von ISOFIX-Kindersitzverankerungen als Voraussetzung für die Erteilung der Allgemeinen Betriebserlaubnis verpflichtend einführen.
Von Schweden und anderen Ländern mit besserer Leistungsbilanz wie zum Beispiel Großbritannien sollte Deutschland lernen, sagte DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner. Er sprach sich auch für eine Stärkung der schulischen und außerschulischen Verkehrserziehung aus. (ar/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 06.05.2009
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