Europäisches Galileo-Projekt gefährdet

Das europäische Satelliten-Navigationssystems Galileo könnte einem Zeitungsbericht zufolge scheitern. Die "Financial Times Deutschland" berichtet heute (4. Mai) unter Berufung auf europäische Diplomaten, dass die acht beteiligten Unternehmen der Raumfahrtindustrie ein vom EU-Verkehrsministerrat gesetztes Ultimatum zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen bis zum 10. Mai verstreichen lassen wollen.

Inhalt des Ultimatums ist ein Krisenplan, in dem die beteiligten Unternehmen verpflichtet werden sollen, das Projekt bis 2011 zu starten. Insgesamt sollen 30 Satelliten ins All geschossen werden, die dann in Konkurrenz mit dem amerikanischen GPS-System treten sollen. Die Unternehmen sollen jedoch die Kosten von etwa vier Milliarden vorstrecken und anschließend am Gewinn beteiligt werden. Das lehnt das Konsortium - darunter die darunter EADS - ab. Falls die Firmen aussteigen, steht das gesamte Projekt auf der Kippe, weil es durch Steuergelder finanziert werden müsste. (ar/os)
Letzte Änderung: 04.05.2007









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