Ex-VW-Betriebsratschef Volkert verhaftet
In einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt es, die Verhaftung stütze sich "zum einen auf den dringenden Tatverdacht einer Anstiftung zur Untreue, zum anderen hat das Gericht die Auffassung der Staatsanwaltschaft geteilt, dass Verdunkelungsgefahr die Inhaftierung des Beschuldigten erforderlich macht." Das Amtsgericht Braunschweig berief sich auf Angaben des ebenfalls unter Verdacht stehenden Klaus-Joachim Gebauer, wonach Volkert im Beisein seines Rechtsanwaltes am 1. November Gebauer während eines Treffens in Magdeburg bedrängt hat, seine bisherigen Angaben Volkert betreffend abzuschwächen. Auf diese Art wollte sich Volkert eine mildere Strafe sichern. Gebauer sei ein kostenloser Rechtsbeistand in Aussicht gestellt worden. Die Staatsanwaltschaft werte die Äußerung Volkerts, das Verfahren könne ansonsten zu einem "Gemetzel" führen, als Drohung, hieß es.
Als Schlüsselfiguren der Affäre gelten Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster und Gebauer. Beide sollen Schmiergeld verlangt und mit Hilfe von Tarnfirmen Geld auf eigene Konten transferiert haben. Auch sollen Betriebsräte mit Zahlungen und so genannten Lustreisen auf Unternehmenskurs gebracht worden sein. Gegen den ehemaligen Personalvorstand Peter Hartz, der von den Zahlungen gewusst haben soll, wurde in der vergangenen Woche Anklage erhoben. (ar/sb) Letzte Änderung: 21.11.2006
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